Zwischen Albstadt und Tübingen
: Angriff mit Holzmesser – deshalb stoppte die Polizei den Zug später

Nach einem mutmaßlichen Holzmesser-Angriff in einem Zug zwischen Albstadt und Tübingen prüft die Polizei Videoaufnahmen. Das ist der aktuelle Stand.
Von
Julia Gern
Oberndorf
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Die Polizei stellte einen mutmaßlichen Angreifer.

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild

Mit einem Holzmesser hat ein 40-jähriger Mann am Dienstag mutmaßlich mehrere Fahrgäste in einem Zug zwischen Albstadt und Tübingen bedroht. Das hat die Bundespolizei berichtet.

Den Tatort konnte die Polizei auf Anfrage bislang nicht näher eingrenzen. „Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung, der Bedrohung sowie der versuchten Körperverletzung wurde eingeleitet. Hierfür werden auch die Aufzeichnungen der Videoüberwachung des Zuges ausgewertet“, teilte ein Sprecher der Bundespolizei unserer Redaktion mit. „Durch die Auswertung werden die genaue Strecke sowie der Tatzeitraum bekannt.“

Über welchen Zeitraum sich die Situation im Zug zog, ist noch nicht abschließend geklärt.

Bundespolizei wird um 16:17 Uhr informiert

Alarmierte Bundespolizisten trafen den Mann beim Halt der Regionalbahn in Tübingen an, wie die Polizei berichtete. Weshalb die Bundespolizisten nicht unmittelbar eingegriffen haben, dazu heißt es: „Die Bundespolizei wurde um 16:17 Uhr durch eine Reisende über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Der Zug befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits am Bahnhof Nehren“, so der Sprecher.

Aus einsatztaktischen Gründen sei demnach entschieden worden, „dass der Zug nicht auf freier Strecke angehalten wird, sondern seine Fahrt bis zum Hauptbahnhof Tübingen fortsetzen soll“.

Der Mann bedrohte offenbar mehrere Reisende; gegen 15:15 Uhr ging er nach Polizeiangaben angeblich zunächst auf einen 15 Jahre alten Fahrgast zu und drohte diesem mit Schlägen.

„Ein Zeuge soll daraufhin eingeschritten sein und den Tatverdächtigen davon abgehalten haben. Weiterhin bedrohte der 40-Jährige nach derzeitigen Informationen eine bislang unbekannte Reisende mit einem Holzmesser und versuchte offenbar, andere Fahrgäste anzuspucken“, so die Polizei in ihrer Mitteilung.

Zeugen und Geschädigte gesucht

Die Bundespolizei sucht in diesem Zusammenhang nach weiteren möglichen Geschädigten und Zeugen. Insbesondere die noch unbekannte Reisende, welche mutmaßlich mit dem Holzmesser bedroht wurde, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 049711550491020 zu melden.

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