Windkraft in Albstadt
: Im Zweifel will Tralmer mit Pistorius reden

Der Regionalverband hat die Planungen zum Ausbau der Windkraft angepasst. In Albstadt würden alle vorgesehenen Flächen wegfallen. Dagegen will sich OB Tralmer wehren.
Von
Alexander Kauffmann
Oberndorf
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Sämtliche Bereiche, die auf der Gemarkung Albstadt für Windkraftanlagen vorgesehen waren, fallen weg.

Leopictures/Pixabay

Ursprünglich waren auf der Gemarkung Albstadt 324 Hektar für den Ausbau der Windkraft vorgesehen. Beide Bereiche, ZAK-09 und ZAK-10, werden nicht weiterverfolgt. Begründet wird dies mit „Belangen der Bundeswehr“. Damit gibt es in Albstadt keine einzige Fläche mehr, die für Windkraft vorgesehen ist.

OB Roland Tralmers Blick fällt dabei insbesondere auf die Fläche bei Onstmettingen (ZAK-09), die nach Angaben der Bundeswehr wegen einer „Hubschraubertiefflugstrecke“ nicht realisierbar sei.

Tralmer: Dort, wo das Verteidigungsministerium eine Tiefflugstrecke für notwendig halte, habe er doch „seit 30 Jahren“ kein Fluggerät mehr gesehen.

Er glaube nicht, dass es für die Landesverteidigung notwendig sei, bei Onstmettingen fliegen zu können. Die größte Flächenkommune im Zollernalbkreis sei der Möglichkeit „beraubt“, dass dort Windkraftanlagen entstehen. Tralmer kündigt an: „Wir werden der Sache entschieden nachgehen.“

Tralmer will Gespräche mit Politikern suchen

Auf Nachfrage kündigt Tralmer am Rande der Verbandsversammlung an: „Zunächst setze ich auf Einsicht.“ Er stelle in Frage, ob eine Tiefflugstrecke über das Gebiet ZAK-09 „militärisch wirklich notwendig“ ist. Außerdem: „Ist die Strecke wirklich so unabänderlich für die Bundeswehr?“

Was er nun konkret tun will? Zunächst würde sich die Stadt Albstadt während des zweiten Anhörungsverfahrens einbringen. Denkbar wäre demnach auch, sich „politische Hilfe“ bei Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu holen. Tralmer bringt in diesem Zusammenhang auch einen Besuch bei Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ins Gespräch.

„Probieren auf gütlichem Weg eine Einigung“

Während seiner Wortmeldung sprach er gleichwohl auch von einer „juristischen Ebene“, ohne aber weiter ins Detail zu gehen. Tralmer auf Anfrage: „Wir probieren auf gütlichem Weg eine Einigung.“ Tralmer weiter: „Das letzte Lied ist noch nicht gesungen.“

Man müsse darauf achten, dass „übergeordnete Behörden nicht am grünen Tisch sitzen“ und dort etwas entscheiden, das mit den lokalen Gegebenheiten aus seiner Sicht nicht vereinbar ist.

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