Vereinsförderung in Nusplingen: „Wir sitzen in der Zwickmühle“

Vier Anträge auf Vereinsförderung lagen dem Gemeinderat Nusplingen vor – fristgerecht wurde aber nur einer eingereicht (Symbolfoto).
Jens Büttner/dpaEigentlich müssen Anträge auf Zuschüsse von den Vereinen bis spätestens zum 1. Oktober des Vorjahres schriftlich eingehen. Nur dann können die Beträge auch im Haushaltsplan berücksichtigt werden, erklärte Bürgermeister Jörg Alisch den Gemeinderäten in jüngster Sitzung.
Die Gemeinde informiert jährlich über den Beginn dieser Antragsfrist – wie vorgegeben eingegangen ist dieses Mal aber nur der Antrag des Tennisclubs auf Unterstützung für den Kauf einer Ballmaschine.
Überschrittene Fristen sind das Eine, jahrealte Rechnungen das Andere
Die Anträge auf Unterstützung für die Gardekleidung und die Sanierung der Zunftstube der Narrenzunft Tannenburg sowie für die Uniformen des Männergesangsvereins sind erst Mitte November und Ende Oktober eingegangen.
Generell seien deutlich mehr Anträge als in den Vorjahren festzustellen, sagte Alisch. Darüber hinaus handelt es sich auch nicht immer nur um größere investive Maßnahmen, sondern auch um kleinere Beträge und Anschaffungen.
Für die Gemeinderäte war klar: „Wir sitzen in der Zwickmühle“. Denn selbstverständlich sei es dem Gremium ein Anliegen, die örtlichen Vereine zu unterstützen. Allerdings müssen sich diese auch an die Vorgaben bezüglich der Förderung halten.
Die überschrittene Frist sei das Eine, das Einreichung zwei oder drei Jahre alter Rechnungen das Andere. Man könne ja nicht anfangen und in den Schubladen nach alten Rechnungen kramen, nur um diese dann bezuschusst zu bekommen, waren die Räte einer Meinung.
Alle vier Anträge werden bezuschusst – ausnahmsweise
Letztlich einigten sie sich mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen darauf, alle vier gestellten Anträge mit zehn Prozent zu bezuschussen – bei der Sanierung der Zunftstube müsse jedoch das konkrete Angebot noch nachgereicht werden, da hier auch alte Gewerke mit eingerechnet waren, die keinen Zuschuss mehr erhalten.
Einig war sich der Gemeinderat aber darin, künftig nichts mehr rückwirkend zu bezuschussen. Außerdem wollen die Räte über die Rahmenbedingungen für die Vereinsförderung nochmals gesondert sprechen.