Stadtfest in Albstadt: Wie die neue Stadt das Laufen erlernte

Das Stadtfest bei Nacht im Jahre 1975
Helmut RomingerIn einigen Tagen beginnt das Stadtfest in der Ebinger City: Die Stadt feiert 50 Jahre Bestehen. Grund genug aus Anlass dieses runden Geburtstages Dokumentarfilme aus der Albstädter Historie vorzuführen.
Wie verlief eigentlich das erste Stadtfest im Jahr 1975, und wie sahen zu der damaligen Zeit die Stadtteile aus? Die erste Vorführung ist am Mittwoch, 16. Juli, ab 15 Uhr. Im Stadtarchiv werden nacheinander vier Filme gezeigt, beginnend mit der ersten großen Party in Ebingen. Ungefähr 60 000 Besucherinnen und Besucher aus nah und fern ließen tagelang, nämlich vom 29. August bis zum 6. September 1975, die Sektkorken knallen.
Wenige Jahre darauf musste sich das frisch geschmiedete Zweckbündnis der unter dem Landschaftsnamen „Albstadt“ firmierenden, vormals separaten Städte und Gemeinden beweisen: Die Herausforderung des verheerenden Erdbebens im Herbst 1978 wurde mit Bravour gemeistert.
Stadtpartnerschaft und Heimattage
Anschließend wird ein weiterer Meilenstein präsentiert: Die offizielle Besiegelung der Städtepartnerschaft zwischen Albstadt und den französischen Freundinnen und Freunden aus Chambéry im Jahr 1979. Das erste gewählte Stadtoberhaupt Albstadts, Oberbürgermeister Hans Pfarr, und sein französischer Amtskollege Francis Ampe fixierten das deutsch-französische Freundschaftsbündnis in einem feierlich gehaltenen Rahmen. Eine Delegation aus Savoyen wird den diesjährigen Feierlichkeiten beiwohnen.
Abgerundet wird die erste Archivkino-Vorführung mit Sequenzen der in Albstadt veranstalteten baden-württembergischen Heimattage 1987, die im Fernsehen übertragen wurden.
Der Lesesaal des Stadtarchivs bietet Platz für 30 Zuschauer, der Eintritt ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine zweite Vorführung wird am Mittwoch, 23. Juli, als Umrahmung des Albstädter Stadtfestes folgen.