Schleppertreffen in Burgfelden: Verbale Kniefälle für eine tolle Leistung

Schon die Jüngsten sitzen sicher auf dem Bock im Kinder-Parcours beim 14. Schlepper- und Oldtimertreffen in Burgfelden.
Horst Schweizer„Es ist bewundernswert, was hier in Burgfelden auf die Beine gestellt wird.“, Und: „Wie machen die es nur, in einem kleinen Ort eine solche Veranstaltung zu organisieren?“ – das fragten sich nicht wenige auswärtige Besucher beim Schlepper- und Oldtimertreffen, das am Sonntag seine 14. Auflage hatte.
Die große Anerkennung der Besucher galt den Veranstaltern, dem Heimatverein „Schdoale Gratzer“, die bei der Vorbereitung des Wochenendes einmal mehr viel geleistet haben. Da wollte deren Vorsitzender Kevin Scholz nicht nachstehen und war voll des Lobes über seine große Helferschar. „Es ist einfach riesig und beeindruckend, was dieser kleine Verein gestern und heute wieder leistet, ich bin höchst beeindruckt von dieser Leistung“, betonte er stolz.
Diesmal ist das Wetter eine freundliche Begleiterin
Anders als beim total verregneten Schleppertreffen im Vorjahr passte das Wetter diesmal mit passablen Temperaturen und war ein freundlicher Begleiter des 14. Oldtimer- und Schleppertreffens. Was dazu führte, dass die beliebte und traditionelle Veranstaltung im höchstgelegenen Stadtteil zum „kleinen Volksfest“ wurde. Der Besuch übertraf alles, was in den Jahren zuvor nach Burgfelden gekommen war – der Sonntag setzte den bisherigen Treffen buchstäblich die Krone auf. Mehr als 600 Fahrzeuge aller Kategorien hatten sich auf den Weg hinauf nach Burgfelden gemacht. Vom Miele-Moped Baujahr 1959, mit dem sich die Mopedfreunde aus Grosselfingen – neben Florett, Zündapp und Hercules – auf den Weg gemacht hatten, über Traktoren aller Altersklassen – die ältesten waren vermutlich ein Wahl W12, Baujahr 1955, sowie Deutz-Traktoren F15 mit 15 PS der Baujahre 1950 und 1951 – gab es jede Menge Oldtimer und neuere Fahrzeuge zu Bestaunen und als Anstifter zum Fachsimpeln.
Mit dem Traktor im Parcours
Hochmoderne Schlepper und Unimogs bildeten den Kontrast zu den alten Traktoren. Feuerwehrautos fehlten ebenso wenig auf dem Heersberg-Parkplatz wie jede Menge zwei- und vierräderige Oldtimer und einige getunte Fahrzeuge. Ihr persönliches Geschick durften die Besucher mit dem Traktor im Parcours, auch auf einer Wippe, testen. Daneben war ein Parcours für Kinder und ihre Spielfahrzeuge aufgebaut, der sich großer Beliebtheit erfreute.
Die jüngsten Besucher durften am lodernden Feuer Pfannkuchen grillen. Zahlreiche Verkaufsstände hielten ein breitgefächertes Angebot an Holzartikeln, Lederwaren, handgeschmiedete Messer, Hüte, Mützen und Süßigkeiten bereit. Um für das leibliche Wohl der Besucher am Sonntag zu sorgen, waren mehrere Food-Trucks mit einem großen Essensangebot, darunter Spanferkel, Dinnetle, dem schwäbischen Klassiker, und Crêpes, auf. Der Andrang davor war stets groß. Die Sitzgelegenheiten im und neben dem Festzelt, in dem die „Eyachtaler Wirtshausmusikanten“ die Gäste unterhielten, waren ebenfalls gut frequentiert.
„Auch unsere Feierabend-Hockete am Samstagabend ist wieder gut angekommen und ist inzwischen zu einem geselligen Beisammensein geworden“, resümierte Kevin Scholz zufrieden. Das 14. Oldtimer- und Schleppertreffen können die „Schdoale Gratzer“, die sich von Beginn an für Burgfelden als Bewahrer von Kultur und Brauchtum eingesetzt haben, als großen Erfolg verbuchen.
Weitere Fotos im Internet: www.schwarzwaelder-bote.de