Ortsgeschichte Onstmettingen
: Nostalgische Erinnerungen

Der Obst- und Gartenbauverein lud zum Nostalgienachmittag ein. Bilder zeigen, wie selbständig Onstmettingen einst gewesen ist.
Von
(pm)
Oberndorf
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Hans-Peter Boss (von links), die Vorsitzende Gabi Kurz und Markus Bantle, das Team des Nostalgienachmittag

Kurz

In der „guten alten Zeit“ hatten es die Onstmettinger nicht nötig, wegen jedem Knopf, jeder Hose, jedem Lebensmittel in die Stadt zu fahren. Hans-Peter Boss zeigte beim Nostalgienachmittag, dass die Einwohner damals sehr wohl in der Lage waren, sich selbst zu versorgen.

Die Dichte an Läden jeglicher Art war hoch. Auch mit Bäckereien, Metzgereien, Molkereien und Wirtschaften war die Gemeinde reich gesegnet.

Manch Seufzer ging durch den Raum, als Bilder vom Hirsch, vom Ochsen, vom Café Marquard und vom Café Sturm zu sehen waren. Damals haben sich die Menschen noch im Anzug und mit Krawatte zum Feierabendbier getroffen. Oft war das die einzige Unterhaltung im Ort.

Eigenes Gaswerk und Wasserversorgung

Viele Erinnerungen wurden wachgerüttelt. Etwa daran, dass Onstmettingen ein eigenes Gaswerk hatte.

Nach einem sehr trockenen Jahr, in dem das Wasser rationiert werden musste, wurde ein Zweckverband zur Wasserversorgung gegründet. Wasser wurde fortan aus der Gallusquelle bezogen.

Von einer großen Überschwemmung berichtete Boss ebenfalls. Hat der Klimawechsel womöglich damals bereits begonnen?

Waren fanden den Weg hinaus in die Welt

Fast jedes Haus besaß noch eine kleine Landwirtschaft. Die Misthaufen dampften in den Vorgärten.

Der „Schellenmattheis“ und später der „Triebel“ sorgten dafür, dass die in Onstmettingen hergestellten Waren ihren Weg in die Welt hinaus fanden.

Für die heutige gebaute Hauptstraße musste manches Haus weichen. Der Personenverkehr mit Doppelstockbus oder Omnibus mit Anhänger passte oft nicht durch die schmalen Gassen. Die Schmiecha, die früher offen durch den Ort plätscherte, musste unterirdisch weitergeführt werden, damit sich der zunehmende Verkehr frei bewegen konnte.

Von 3000 Archivbildern waren knapp 300 zu sehen

Im Anschluss an den Vortrag versprach Boss eine Fortsetzung im kommenden Jahr. Von 3000 Bildern in seinem Archiv wurden an dem Nachmittag nur annähernd 300 gezeigt und kommentiert.

Der Obst- und Gartenbauverein Onstmettingen sorgte mit nostalgischen Dekoartikeln für das richtige Ambiente. Die Gäste saßen im Anschluss an den Vortrag noch gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen.

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