Ortsbegang Meßstetten: Mit Willkommensgrüßen kann man zuweilen auch zu dick auftragen

Bekommt das rote Meßstetter Stadtwappen Gesellschaft mit dem Hinweis „Meßstetten“ oder „Willkommen in Meßstetten“? Auf Wunsch der Freien Wählervereinigung nahmen die Gemeinderäte der Kernstadt beim Ortsbegang die Talmauer in Augenschein.
Stadt Meßstetten/Volker BitzerEin ordentliches Stadtbild ist den Meßstetter Gemeinderäten und der Stadtverwaltung wichtig, das betont die Stadt ausdrücklich. Erst Ende 2023 hatte sie alte und verwahrloste Häuser abreißen lassen, die Grundstücke zuvor günstig gekauft.
Ein solches Objekt, seit 2018 im städtischen Eigentum, ist das in der Hauptstraße 38. Wie groß das Gelände der einstigen Möbelschreinerei Neher ist, offenbarte sich den meisten Gemeinderäten aus der Kernstadt beim jüngsten Ortsbegang.
Es erstreckt sich nicht nur zwei Häuser breit entlang der Hauptstraße, sondern sogar um gut das Doppelte in die Tiefe, hin zur Kirchstraße.
Grün oder bebaut?
Wie teuer käme der Komplettabriss? Was soll dann daraus werden? Grünfläche oder Baugrund? Welcher vermarktbare Preis könnte erzielt werden? Viele Fragen, auf die nun Antworten gefunden werden müssen.
Damit beschäftigen werden sich neben der Stadtverwaltung die neuen Gemeinderäte, von denen bereits zwei beim Ortsbegang dabei waren.

Die frühere Möbelschreinerei Neher samt Wohnhaus steht seit langem leer.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker BitzerNeben vielen weiterer kleiner Anliegen der Bürgervertreter war ein Wunsch noch im wahrsten Sinne des Wortes augenfällig: die Talmauer, an der das Meßstetter Stadtwappen prangt.
Wer von Lautlingen kommt, dem sticht es leuchtend rot mit seinem Kelch ins Auge. Doch nicht jeder weiß, dass es sich dabei um einen Kelch handelt und was es mit diesem auf sich hat.
Wird das Meßstetter Wappen bald um einen Schriftzug ergänzt?
Mit dem Zusatz „Meßstetten“ oder sogar „Willkommen in Meßstetten“ könnte nach Ansicht der Fraktion der Freien Wählervereinigung Abhilfe geschaffen werden. Bürgermeister Frank Schroft bat jedoch darum, zunächst noch abzuwarten.
Schließlich würden demnächst Willkommenstafeln im Meßstetter Einheits-Design einige Hundert Meter weiter unten am Ortseingang angebracht. Ob ein Schriftzug beim Wappen dann nicht doppelt gemoppelt oder gar zuviel „Eigenwerbung“ sei, dass werde sich dann erst zeigen.