Notaufnahme in Albstadt
: Der Sozialstaat stirbt

Die Neustrukturierung der Notaufnahme im Zollernalbkreis sorgt weiter für Kritik. Unser Leser Heinz Kasik aus Albstadt hat eine klare Meinung dazu.
Von
Lesermeinung
Oberndorf
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Die Neustrukturierung steht in der Kritik.

Roth

Herr Hinger verkauft die Verlegung der Zentralen Notaufnahme nach Balingen als notwendig. Die Abwicklung des Krankenhauses in Albstadt-Ebingen schreitet fort. Ich frage mich: Wann ist ZNA Herzinfarkt und Schlaganfall an der Reihe? Werden die Patienten weniger, weil diese nach Balingen müssen?

Wie werden die Wartezeiten dadurch signifikant kürzer? Vielleicht dadurch, dass man einen fähigen und kompetenten Arzt opfert? Glaubt man dadurch sei das Problem gelöst?​

Mit „demokratischer Entscheidung“ wenig zu tun

Die Entscheidung die alte, funktionierende, hochgelobte Krankenhausstruktur zu zerstören hat mit einem in Haft genommenen Begriff „demokratische Entscheidung“ wenig zu tun.

Wenn die von der Bevölkerung gewählten Vertreter akzeptieren, dass der Landrat bei Übergabe von 30 500 pro Balingen-Albstadt-Stimmen nach der „Blauen Tonne“ ruft, ist der Appell demokratisch zu bleiben zumindest sehr zweifelhaft.

Jeder fünfte Wähler scheint den Glauben an Parteien, welche Wein predigen und Wasser ausschenken verloren zu haben. Sobald alles nur noch auf Kommerz ausgerichtet ist, bringt es nichts Gutes, der Sozialstaat stirbt. Macht weiter so!

Heinz Kasik, Albstadt

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