Neue Bestmarke nach 53 Jahren
: Waldheim Tailfingen bricht seinen eigenen Rekord

Olympia gibt es nicht nur in Paris – das können auch die Waldheim-Kinder in Tailfingen. Beim Elternfest haben sie ihre Zuschauer auf eine kunterbunte Weltreise im Zeichen der Ringe mitgenommen. Einen Goldmedaillengewinner haben sie ebenfalls gekürt.
Von
Hanna Linder
Oberndorf
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Bei den Highland-Games legten sich die Eltern mächtig ins Zeug, hatten gegen die Kinder aber nicht den Hauch einer Chance.

Hanna Linder

„We are the World“ – wir sind die Welt: Der Song, der das Elternfest der ersten Tailfinger Waldheim-Freizeit eingeleitet hat, passte perfekt zum Motto „Einmal um die Welt“.

Das Motto der Freizeit – Olympia – griff Udo Hollauer, der Erste Bürgermeister der Stadt, auf – und die Kinder wussten seine Fragen zu beantworten: „Warum heißt es Olympia?“ und „Warum finden die Spiele nur alle vier Jahre statt?“ In der Antike gab es noch keine Flugzeuge, um die Athleten der damals bekannten Welt nach Olympia zu bringen.

Hielt eine inspirierende Rede: der Erste Bürgermeister Udo Hollauer

Foto: Linder

Nicht so weit hatten es die Eltern der Waldheim-Kinder, die den Rekord von 1971 gebrochen haben: Wie damals 417 Kinder ins Waldheim gepasst hätten, habe sich das Team immer gefragt, bemerkte Co-Leiter Olaf Ronsdorf und verriet, dass der Rekord gefallen sei: 421 Kinder sind diesmal angemeldet.

„Waldheim ist wie Olympia – es berührt!“

Wie die fünf olympischen Ringe stünden sie für Vielfalt, Frieden und Fairplay, freute sich Udo Hollauer. „Waldheim ist wie Olympia – es bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen und berührt sie.“ Nur einen Unterschied hat Hollauer ausgemacht: „Im Waldheim gibt es nur Gewinner.“ Den Eltern dankte er für ihr Vertrauen, den Mitarbeitern für ihren Einsatz und den Kindern dafür, dass sie mit ihrer Vielfalt die Freizeiten bereicherten.

Tanzten auf Hawaii: die Waldheim-Zwerge

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Die Grüße der evangelischen Kirchengemeinde überbrachte ein neuer „Player“: Kirchengemeinderat Steffen Conzelmann vertrat die Pfarrer Johannes Hartmann und Gottfried Engele und freute sich – wie die Zuschauer auf den voll besetzten Rängen – über den Auftritt der Waldheim-Zwerge: Die Vierjährigen reisten an ihrem längsten Tag – sonst werden sie von 8 bis 14 Uhr betreut – nach Hawaii und tanzten zum Hoola-Hoop-Lied.

Hungrig: Gruppe elf

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Gruppe elf verspeiste in Italien „Spaghetti mit Lasagne und Pizza obendrauf“, die Gruppen acht und zehn brachten Spanien und Italien gemeinsam auf die Bühne – im Fußball eher erbitterte Gegner – und Gruppe neun ließ in Dänemark die Wikinger kämpfen.

In Olympias Heimat wird Sirtaki getanzt

Gruppe sieben feierte mit einem Sirtaki das Heimatland der Olympischen Spiele, ehe das Materialteam und Hygienewart Henning Haug ins „Land Down Under“, nach Australien, entführten. Gruppe sechs feierte „Fasching in Brasilien“, und der Ankündigung Olaf Ronsdorfs war anzumerken, dass das Waldheim eine evangelische Einrichtung ist: Mit Fasching haben Protestanten eher wenig am Hut – und offenbar auch mit dem Carneval in Rio. Gruppe fünf tanzte zum Südafrikanischen WM-Hit „Waka Waka“, ehe Gruppe vier zu den schottischen Highland-Games antrat. Würden die Eltern gegen die Kinder beim Tauziehen siegen? Auf keinen Fall!

Feierte Premiere: die Waldheim-Band

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Drollig war die türkische Hochzeit der Gruppe drei, bei der natürlich auch ein Brautstrauß flog, und Gruppe zwei ließ das niederländische Fußball-Team auflaufen.

Birgit Bech möchte ihren Co-Leiter Olaf Ronsdorf am liebsten jeden Tag eine Goldmedaille verleihen.

Foto: Linder

Höhepunkte der 90-minütigen Show waren jedoch die Auftritte der neuen Waldheim-Band zusammen mit der „Crew“, die auf ihren schwarzen Shirts einen Namen trug: „Olaf“. An jedem Waldheim-Tag in seinen 30 Jahren als Mitarbeiter habe Ronsdorf eine Goldmedaille verdient, betonte seine Co-Leiterin Birgit Bech. So erklang „Olaf, Olaf“ zur Melodie von „We will rock You“, bevor die „JuMis“ alle zu – natürlich alkoholfreien – Cocktails und Kuchen einluden: Sie hatten sich Jamaika ausgesucht, und das Wetter passte – ausnahmsweise in diesem Sommer – auch dazu.

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