Lammerberg-Realschule Tailfingen: Die „Jugend“ ist seit jeher schlecht

Die Klasse 10a und ihre Klassenlehrerin Tina Löffka freuen sich über ihren Abschluss.
Christine Fischer72 junge Leute verlassen die Schule, 52 davon mit der Mittleren Reife und 20 mit dem Hauptschulabschluss. Die Abschlussfeier ging in der neuen Aula des Schulzentrums Lammerberg über die Bühne; festlicher hätte der Rahmen nicht sein können.
Und noch musikalischer schwerlich: Diverse Schülergruppen und Solisten aller Klassenstufen umrahmten unter der Regie ihres Musiklehrers Andreas Gittel den Festabend, und die scheidenden Zehntklässler verabschiedeten sich ihrerseits mit Gesangseinlagen, Klavierstücken sowie einem selbst choreografierten Tanz von der Lammerberg-Realschule.
In ihrer Festansprache wies Schulleiterin Christine Fischer darauf hin, dass schon der griechische Philosoph Sokrates über die „Jugend von heute“ geklagt habe. Gleichwohl lehre die Geschichte, dass die verunglimpfte Jugend selbst nie ein gutes Haar an den Alten gelassen habe – und dass sie noch jedes Mal in der Lage war, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten.
Erst das Gemeinwohl
Fischer ermutigte ihre Schüler, globalen Herausforderungen zu begegnen; immerhin hätten sie an der Realschule nicht nur Fachwissen erworben, sondern auch gelernt, eigene Entscheidungen zu treffen, Handlungsoptionen abzuwägen und eigene Wünsche im Interesse des Gemeinwohls hintanzustellen. Das werde ihnen in ihrem weiteren Leben immer wieder von Nutzen sein.

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Schwarzwälder BoteAbschließende bekundete die Rektorin ihre Freude darüber, dass alle 72 Entlassschüler eine Lehrstelle, einen Platz an einer weiterführenden Schule oder eine andere passende Option gefunden hätten.
Die Sprecher der Abschlussklasse hielten danach Rückschau auf die ihre Schulzeit, besonders aber auf das letzte Jahr. Anschließend verabschiedeten sich mit Dankesworten und kleinen Geschenken von ihren Lehrerinnen und Lehrern.
Außer den Zeugnissen wurden vier Preise, zwölf Belobigungen und Sonderpreise vergeben. 20 Schülerinnen und Schüler erhielten Zertifikate für ihr besonderes soziales Engagement als Schülermediatoren, als Schülerpaten oder als Mentoren im Schulprojekt „Schüler helfen Schüler“.

Klasse 9a stellt sich zum Erinnerungsfoto mit Klassenlehrerin Maren Ritter.
Foto: FischerPreise erhielten Sabrina Dreghici, Blesch und Helena Schweller (10a), Emilija Kovac und Annabel Serif (10b).
Belobigungen gingen an Leonie Haußer, Muhammed Onur Kayisli und Larissa Kellner (9a), Arda Duyar, Tim Kendlbacher, Sophie Koch, Celine Ocker und Tabea Zivko (10a), Lilly Fünfer, Ashley Kirchner, Jannik Metzger und Marina Pejic (10b).
Sonderpreise vergaben der Arbeitskreis Albstadt-Chambéry an Giovanna Colella (10a) für die besten Leistungen im Fach Französisch und die Firma Gühring an Jannik Metzger (10b) für beste Leistungen im Fach Technik.
Den Paul-Schempp-Preis für die besten Leistungen im Fach evangelische Religion erhielt Sabrina Dreghici-Blesch (10b), den Bischof-Sproll-Preis für die besten Leistungen im Fach katholische Religion und den Schulsonderpreis für die Jahrgangsbeste Helena Schweller (10a), die einen Notendurchschnitt von 1,4 erzielt hatte.