Kriminalität in Obernheim
: „Auf dem Berg ist nix los“

Was Kriminalität angeht, ist in Obernheim die Welt noch in Ordnung. So lautete das Fazit des Berichts zur Kriminalitätsentwicklung des Jahres 2024.
Von
Sabine Kappe
Oberndorf
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Der Enkeltrick wird auch in Obernheim versucht.

Sebastian Gollnow/dpa

„Auf dem Berg ist nix los“, könne man laut Döppert flapsig sagen. Er ging detailliert auf die Zahlen ein.

Zehn Unfälle

Nach wie vor sei bei den Verkehrsunfällen in Obernheim kein Schwerpunkt zu erkennen: Zehn Unfälle habe es im vergangenen Jahr gegeben, davon einer mit einer leichtverletzten Person. Im Jahr zuvor waren es noch elf Unfälle mit zwei Leichtverletzten gewesen.

18 Straftaten

Auch bei den Straftaten sei ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen: Die Zahl ist von 48 auf 18 Straftaten gesunken. Allerdings, gab Döppert zu bedenken, hatte auch eine besondere Straftat mit mehreren Einzelfällen im Jahr 2023 die Statistik ein wenig verhagelt gehabt.

Aufklärung

Die Aufklärungsquote betrug im vergangenen Jahr 88,9 Prozent. Unter den 15 Tatverdächtigen befanden sich ein Heranwachsender im Alter zwischen 18 und 21 Jahren sowie ein Jugendlicher. Kinder als Täter spielen in Obernheim keine Rolle.

Warenbetrug

Mord und Totschlag habe es nicht gegeben. In der Hauptsache habe es sich bei den Straftaten um Betrugsfälle gehandelt. „Wir reden hier ausschließlich über Warenbetrüge“, erklärte der Hauptkommissar. Das heißt, es wurde Ware bestellt, bezahlt, aber nie geliefert.

Diebstahl und Drogen

Drei Diebstahlsfälle – einer davon unter „erschwerten Umständen“ – sowie zwei Straftaten gegen die persönliche Freiheit, drei gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetzt vervollständigten den Obernheimer Kriminalitätsbericht. Auch mit dem laufenden Jahr zeigte sich Döppert zufrieden. Vermutlich würden die Zahlen sogar noch ein wenig besser aussehen.

Enkeltrick

Gemeinderat Jürgen Moser erkundigte sich, inwieweit der so genannte Enkeltrick als Betrugsmasche in Obernheim eine Rolle spiele. Es gebe durchaus auch hier betrügerische Anrufe dieser Art, bestätigte Polizeihauptkommissar Döppert. Allerdings sei es nicht zur Tat gekommen. „Häufig merken die Menschen, dass man sie übers Ohr hauen will“, erklärte er.

Falsche Polizisten

In vielen Fällen gäben sich Betrüger als Polizisten aus und verlangten Geld oder Wertsachen. Döppert wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Polizei niemals Geld verlange: „Da muss man direkt hellhörig werden“, riet er.

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