Hochschule in Albstadt
: Der Bedarf an Nachwuchs ist enorm

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen beleuchtet einen Studiengang, der Absolventen gute Prognosen verspricht.
Von
red/pm
Oberndorf
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Das praxisnahe Studium an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen qualifiziert Studierende als gefragte Experten für die krisenfeste Pharmabranche.

Hochschule Albstadt-Sigmaringen/Corinna Korinth

Die pharmazeutische Industrie ist geprägt von kontinuierlicher Innovation und bietet ein dynamisches Arbeitsumfeld. Mit dem technologischen Fortschritt wandelt sich auch das Anforderungsprofil der Branche: Im Zentrum stehen heute hoch qualifizierte Expertinnen und Experten, die komplexe, automatisierte Systeme sicher beherrschen. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen richtet ihren Studiengang Pharmatechnik gezielt auf diese anspruchsvollen Erfordernisse einer digitalisierten Arbeitswelt aus, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist.

Branche verzeichnet ein Produktionswachstum

Laut Prognosen des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) verzeichnete die Branche 2025 ein Produktionswachstum von 3,2 Prozent. „Überall ist die wirtschaftliche Stimmung eher negativ, aber in der pharmazeutischen Industrie wird weiterhin investiert und expandiert“, erklärt Prof. Dr. Andreas Schmid von der Fakultät Life Sciences. Das zeigten auch die massiven Werkserweiterungen am Standort Baden-Württemberg. „Der Bedarf an Nachwuchs ist enorm, doch die Anfängerzahlen in den Ingenieurwissenschaften decken diesen noch nicht.“ Beate Bayer, Site Quality Head beim globalen Pharmakonzern Takeda, hat ihr Studium bereits Anfang der 1990er-Jahre an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen abgeschlossen und betont die Chancen des Wandels: „Wir brauchen engagierte, neugierige Talente, die sich sicher in einer zunehmend digitalisierten Welt bewegen und neue Technologien aktiv mitgestalten möchten“, sagt sie. Die fortschreitende Automatisierung verändert dabei vor allem die Kompetenzanforderungen in der Branche. Routinetätigkeiten werden effizienter gestaltet, während zugleich der Bedarf an hoch qualifizierten Expertinnen und Experten wächst, die komplexe pharmazeutische Anlagen mit tiefem Fachwissen steuern, überwachen und validieren können.

Eintrittskarte in einen globalen Markt

Ein entscheidender Vorteil des Studiums in Sigmaringen ist die Vermittlung der Good Manufacturing Practice (GMP). Was trocken klingt, ist in der Praxis die Eintrittskarte in einen globalen Markt. Studierende lernen nicht nur EU-Richtlinien, sondern blicken beispielsweise auch auf die US-amerikanischen Anforderungen. Im Gegensatz zum klassischen Pharmaziestudium liegt der Fokus in Sigmaringen auf dem Ingenieurwesen: „Unsere Absolventen arbeiten direkt an den Prozessen und deren Optimierung“, sagt Andreas Schmid. Und: Ob Tabletten, flüssige Medikamente oder Salben – das Studium deckt alle Arzneiformen ab, was den Absolventinnen und Absolventen im Ergebnis viele Türen öffnet.

Die enge Verzahnung mit der Industrie zeigt sich in den Erfolgsgeschichten. Allein am Takeda-Standort Singen arbeiten geschätzt mehr als 20 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule, oft in Schlüsselpositionen wie der Betriebsleitung für komplexe Anlagen. „Ein Bachelor bietet ein solides Fundament, der Master setzt oft noch die wissenschaftliche Tiefe oder das Wissen über die Planung ganzer Fabriken obendrauf“, erklärt Andreas Schmid. „Angesichts der kontinuierlichen Innovationen in der Arzneimittelherstellung bietet das Studium der Pharmatechnik somit eine langfristige berufliche Perspektive in einem stabilen Marktumfeld.“

Alle Informationen zum Studiengang gibt es online: www.hs-albsig.de/pht.

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