HochAlbFest feiert Premiere
: Meßstetten tanzt, schlemmt und singt

Ein wahrhaft großes Fest haben die Meßstetter aus der Gesamtstadt und ihre Gäste von Freitag- bis Sonntagabend gefeiert. Das erste HochAlbFest ersetzt das bisherige Stadtfest, und der Einsatz der Helfer von mehr als 20 Vereinen der Gesamtstadt haben es erst möglich gemacht.
Von
Rüdiger Wysotzki
Oberndorf
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Wie bunt Meßstetten ist, hat das erste HochAlbFest gezeigt.

Rüdiger Wysotzki

Zünftig hat das Meßstetter HochAlbFest am Freitagabend mit bester Unterhaltung der Musikvereine Meßstetten und Tieringen sowie dem Jodel-Duo Cordula und Mara begonnen, ehe DJ Marco die Partynacht eröffnet hat.

Die Meßstetter Festmeile erstreckte sich mit vielen Ständen und Angeboten vom Festzelt über den Bereich Burg und In der Breite bis zur Burgschule und der Turn- und Festhalle.

Dort hatte das Kinderprogramm seinen Schwerpunkt: 21 Angebote von der Hüpfburg über Sandspielplatz, Ponyreiten, Autorallye und Menschenkicker bis zur Möglichkeit, Graffiti auf eine Wand zu sprühen, wozu das Jugendbüro eingeladen hatte, boten den Kindern und Jugendlichen Spaß und Abwechslung.

Medizinischer Notfall führt zum Unfall

Der Schauübung der Feuerwehrabteilung Meßstetten und des DRK Ortsvereins lag als Übungsszenario ein medizinischer Notfall zugrunde, der zu einem Verkehrsunfall führte. Der Unglücksfahrer war eingeklemmt und musste gerettet werden, um ihn notfallmedizinisch versorgen zu können.

Freibier und dann doch nicht

Den Samstagnachmittag im Festzelt eröffneten die Musikvereine Unterdigisheim und Hartheim mit einem bunten Musikmix. Am Abend übernahm die Partyband „Freibier“, doch der Name war nicht ganz Programm: Zwar schenkten die sechs musikalischen Braumeister und ihre Bierkönigin keinen kostenlosen Gerstensaft aus, doch dafür verwandelten sie das Festzelt in ein Sudhaus – heiße Luft inklusive. Der Sonntag begann mit einem feierlichen ökumenischem Gottesdienst, den Pfarrer Philipp Haas, Wolf-Dieter Kessler, Friedemann Tröger und Gemeindereferentin Anja Hermle gemeinsam zelebrierten und den der Posaunenchor musikalisch gestaltete.

Die Leiterin der Fairtrade-Steuerungsgruppe Elke Beuttler übergab danach die Urkunde zur Rezertifizierung Meßstettens als Fairtrade-Stadt an Bürgermeister Frank Schroft. Die Stadt war vor zehn Jahren, am 27. Juli 2014, in den Verein Fairtrade Deutschland aufgenommen worden – als zweite Stadt im Zollernalbkreis.

Schwer aktiv – für fairen Handel und auf der Bühne

Beuttler stellte zudem die Mittglieder der Steuergruppe vor: Werner Lissy, Thomas Holl, Monika Fritz-König, Sandy Bantle, Thomas Endres, Inge Ritter und Thorsten Steidle. Die große entwicklungspolitische Organisation für fairen Handel fördert den Verkauf von Fairtrade-Produkten.

Schwer engagiert haben sich auch der TSV Obdigisheim mit seinen Tanz-Kids und der evangelische Kindergarten Arche Kunterbunt mit ihren Auftritten auf der Marktplatzbühne. Zweimal hatte der TSV Meßstetten einen Showblock mit Turnen, Fitness und Tanz, die das Publikum begeisterten. Spektakulär waren außerdem die Vorführungen der „861 Kampfkunst-Schule“.

Rechtzeitig zur Urlaubssaison

Die DLRG Meßstetten bot im Lehrschwimmbecken der Burgschule die Möglichkeit, Schwimmabzeichen abzulegen – rechtzeitig vor der Urlaubssaison. Der Heimat- und Geschichtsverein zeigte im im Fachwerkhaus Zeurengasse 10 eine Ausstellung mit alten landwirtschaftlichen Geräten, und allein das Gebäude und die Ausstattung des Wohnteils sind sehenswert.

Das Essen, das die Aktiven dort anboten, war natürlich ausgesprochen schwäbisch und die Atmosphäre die einer Gartenlaube. Weitere musikalische Schmankerln brachte der Gesangverein mit dem Chor „Ohrwurm“ und dem Projektchor auf die Bühne. Ebenfalls auf hohem Niveau sang der HochAlbChor, das größte Chorprojekt des Heubergs, bei seinem HochAlbFest-Debüt. Die Gemeinschaft aus dem Gesangverein Hartheim, dem Kirchenchor Heinstetten plus einem Projektchor überzeugte mit kräftigen und einfühlsamen Stimmen.

Alle Auftritte spielten sich auf der großen Bühne im Festzelt und der Marktplatzbühne ab – rund herum waren, unauffällig und unspektakulär, der DRK-Ortsverein und die DLRG Meßstetten im Sanitätsdienst im ehrenamtlichen Einsatz für das Allgemeinwohl.

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