Hilfe für Ruanda: Wenn Hoffnung auf Herzlichkeit trifft

Die Reisegruppe besuchte die Schule in Busoro.
Monika SpieglerWie verändert sich das eigene Denken, wenn man lachenden Kindern begegnet, die mit wenig leben – aber viel geben?: Diese Erfahrung durfte eine neunköpfige Reisegruppe aus der Kirchengemeinde St. Maria Onstmettingen in Busoro in Ruanda machen. Mit dabei: Freunde und Unterstützer des Missionsprojekts, das seit vielen Jahren Schulbildung für Kinder in Ruanda ermöglicht.
Vor Ort erwartete die Besucher nicht nur eine grüne Landschaft, sondern vor allem offene Herzen. Trotz Schulferien war es möglich, fast alle 20 Kinder, die derzeit durch das Projekt unterstützt werden, in ihren Familien zu besuchen. „Es war bewegend, zu sehen, mit wie viel Dankbarkeit die Kinder uns begegnet sind – und wie sehr sie ihre Schulbildung schätzen“, erzählt ein Teilnehmer.
Neben den Hausbesuchen standen auch Besichtigungen der Schulen und ein Treffen mit Jugendlichen an, die im Sommer 2024 ihren Abschluss gemacht haben. Eine Spende eines Mitreisenden ermöglichte zudem die Verteilung von Lebensmitteln an besonders bedürftige Familien – für viele ein Hoffnungszeichen.

Von großer Herzlichkeit war der Besuch geprägt.
Foto: SpieglerEin besonderer Moment der Reise: der herzliche Empfang beim neuen Diözesanbischof Jean Bosco Ntagungira. Dabei lernte die Gruppe auch ihre neue Kontaktperson für das Projekt kennen – Pfarrer Cyriac Bizumuremyi.
Dreimal im Jahr sammelt die Gemeinde Spenden, um das Schulgeld sowie eine tägliche Mahlzeit für jedes der 20 Kinder zu sichern. Im neuen Schuljahr 2025/26 soll diese Unterstützung fortgeführt werden. „Als kleine Gemeinde haben wir eine große Aufgabe übernommen“, sagt eine Sprecherin des Kirchengemeinderats. „Aber wir glauben an das, was wir tun – und wollen den Kindern eine Perspektive geben.“
Vier der Kinder werden in diesem Jahr ihren Schulabschluss machen, vier im nächsten, drei in drei Jahren und zwei in vier Jahren. Der Wille, sie bis zum Ende zu begleiten, ist groß. Doch es fehlt zunehmend an Unterstützern. Wer das Projekt unterstützt, hilft konkret: Für ein Kind bedeutet das Bildung, Ernährung – und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. „Unsere Mittel sind begrenzt, aber unser Herz ist groß“, betonen die Verantwortlichen in der Gemeinde. Nun hoffen die Engagierten auf neue Spender, die bereit sind, mit kleinen oder größeren Beträgen beizutragen.