Großeinsatz in Burgfelden
: Jugendliche kollabiert beim Wandern bei Hitze

Kollabiert ist am frühen Donnerstagnachmittag eine Jugendliche in einer Wandergruppe in Burgfelden – mehrere weitere mussten medizinisch versorgt werden.
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
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Mit 50 Rettungskräften waren Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst, um einem kollabierten und weiteren überhitzten Mädchen einer Wandergruppe in Burgfelden zu helfen.

Karina Eyrich

„Massenanfall an Verletzten“ lautete – vorsichtshalber – das Stichwort, mit dem Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, der leitende Notarzt Jan Krumpa und zwei weitere Notärzte am Donnerstag um 14.30 Uhr nach Burgfelden gerufen wurden: Dort war ein Mädchen aus einer Wandergruppe – vermutlich dehydriert, wie Krumpa sagt – kollabiert: Sie brachte der Rettungsdienst nach der Erstversorgung ins Krankenhaus, und inzwischen gehe es ihr wieder gut, konnte Heiko Lebherz vom DRK noch vor Ort vermelden.

Weitere sechs Mädchen aus der 15-köpfigen Gruppe hatten ebenfalls Kreislaufprobleme respektive waren aufgrund der Situation in einem psychischen Ausnahmezustand, wie Lebherz sagte. Sie wurden vor Ort versorgt und zurück ins Ferienlager begleitet.

Auf steiler Strecke war es zu heiß

Dasselbe hatte die kirchliche Jugendgruppe aus Essen – 72 junge Leute zwischen zwölf und 14 Jahren alt mit ihren Betreuerinnen – im Käselbachtal in Margrethausen aufgeschlagen. Die Nacht zum Donnerstag hatten 15 Mädchen allerdings beim Zelten in Streichen verbracht und für den Rückweg die Strecke über das malerische Burgfelden gewählt – wie steil die Strecke ist, hatten sie offenbar unterschätzt.

Schwere Rucksäcke tun ein Übriges

Die heißen Temperaturen und die schweren Rucksäcke taten ein Übriges, und so fanden sie sich schnell von einem einem Heer von Rettungskräften umringt, die sie wieder auf die Beine brachte und zurück nach Margrethausen begleitete. 50 Rettungskräfte und fünf Rettungswagen waren zusammen mit den Notärzten im Einsatz – und auch die Polizei war vor Ort.

Lebherz: Schon morgens anfangen zu trinken

Die Mahnung, genug zu trinken und die Hitze so gut wie möglich zu meiden, konnte Heiko Lebherz, der dem DRK-Kreisverband Zollernalb vorsitzt, deshalb nur unterstreichen. Ein Sommerloch, wie sonst üblich in der Urlaubszeit, spürten die Retter heuer gar nicht, betont er, und mahnt: „Man sollte im heißen Sommer schon morgens anfangen zu trinken – auch dann, wenn man noch keinen Durst hat.“

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