Gemeindewald Obernheim: Gute Nachfrage auf dem Holzmarkt

Deutlich mehr Bäume als geplant wurden in Obernheim dieses Jahr gefällt.
WeigerWie steht es um den Gemeindewald? Einen Rückblick auf das vergangene Jahr, einen Blick auf das laufende Jahr und einen Ausblick auf die kommenden Jahre hat Julia Kneer vom Kreisforstamt dem Obernheimer Gemeinderat gegeben.
Für das Jahr 2024 sei ein Einschlag von 4300 Festmetern geplant gewesen, geschlagen wurden rund 4500 Festmeter. In der Planung habe man mit 254 870 Euro Erträgen aus dem Verkauf gerechnet, tatsächlich allerdings 416 614 Euro. Dies lag laut Kneer unter anderem daran, dass Erlöse aus dem Einschlag 2023 erst im folgenden Jahr geflossen sind.
In den Zuweisungen ist die Ertragssumme von 54 620 Euro enthalten. Diese beinhalte Zuwendungen für das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“. Der Antrag hierfür muss jährlich neu gestellt werden.
Rund 190 000 Euro Gewinn
Für den Posten „Unterhaltung der Grundstücke“ waren 145 150 Euro geplant worden. Der Vollzug bilde 188 518 Euro und setze sich aus der Holzernte in Höhe von rund 160 496 Euro, der Bestandspflege von rund 21 000 Euro und Schutzfunktionen in Höhe von 7022 Euro zusammen.
Insgesamt lagen die Erträge höher als die Aufwendungen. Für 2024 lag das Ergebnis bei 190 463 Euro.
Zum Erwerb von Waldankäufen fielen Ausgaben in Höhe von rund 12 800 Euro an. Im Haushalt 2024 waren lediglich 5000 Euro vorgesehen gewesen. Wie Bürgermeister Alexander Hofer ausführte, konnte dies mit Hilfe der Restsummen aus den Jahren 2022 und 2023 ausgeglichen werden.
Bisher bereits 6140 Festmeter Holzeinschlag
Im laufenden Jahr liege der Holzeinschlag deutlich höher als geplant, berichtete Kneer weiter. Waren zunächst 4500 Festmeter geplant gewesen, liege man bereits jetzt bei etwa 6140 Festmetern.
Es gelte, die gute Holzmarktlage und die aktuell grandiosen Preise auszunutzen, erklärte die Forstexpertin. Die Nachfrage sei nach wie vor groß. Das trockene Frühjahr und Niederschläge im Sommer hätten Einbußen vermieden. Sturm- oder Käferschäden seien momentan kein großes Thema.
Kneer erwartet einen Erlös weit über dem Planansatz: „Wir erwarten ein sehr gutes Ergebnis von rund 300 000 Euro.“
Im kommenden Jahr sind 3500 Festmeter geplant
2026 ist ein Einschlag von 3500 Festmetern vorgesehen. Die Schlagpflege ist auf einer Fläche von 17 Hektar geplant, die Jungbestandspflege erstreckt sich über eine Fläche von 21,4 Hektar.
Vorsichtig kalkuliert wird für das kommende Jahr ein finanzielles Ergebnis von 20 000 Euro erwartet. Da Verkauf und Einschlag 2025 höher waren, wird im kommenden Jahr entsprechend weniger erwartet. 15 000 Euro werden zum Erwerb von Waldgrundstücken in den Haushalt eingestellt.