Gasgeruch gemeldet: Nächtlicher Großeinsatz in Ebingen

100 Haushalte meldeten den Gasgeruch.
Jannik NölkeKurz nach 22 Uhr ging bei der Feuerwehr die Meldung ein, dass in der Christian-Landenberger-Straße in Ebingen Gasgeruch wahrgenommen wurde.
Wie Einsatzleiter Frank Bähr vor Ort erklärt, hätten mindestens vier Haushalte zwischen Hausnummer 20 und 90 den Notruf gewählt. Sie alle meldeten einen seltsamen Geruch im Keller.
Schnell konnten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr jedoch erste Entwarnung geben. Bei dem Geruch handelte es sich nicht um Gas, sondern um Heizöl oder Diesel. Dieser war dafür jedoch großflächig verbreitet.
In schätzungsweise 100 Haushalten meldeten die Bewohner den Geruch.
Die Feuerwehr machte die Quelle zunächst nur grob ausfindig. Er drang wohl aus der Kanalisation in die Häuser der Anwohner.

Heizöl ist in die Kanalisation gelangt.
Foto: Jannik NölkeIn einem rund zweistündigen Einsatz kontrollierte die Feuerwehr daraufhin in der ganzen Straße die Abwasserkanäle. Schnell war klar: Irgendwo muss Kraftstoff in die Kanalisation gelangt sein.
Schmieriger Film zwischen Fäkalien
Beißender Geruch und ein schmieriger Film zwischen den Fäkalien der Menschen fanden sie vor. Der Bereich, in dem die Verunreinigung ins Wasser gelangte, konnte eingegrenzt werden. Die genaue Ursache blieb jedoch ungewiss.
Als Maßnahme wurde der Kanal belüftet und mit rund 2000 Litern Wasser gespült.
Messungen ergeben kein Gas
Die Stadtwerke führten Messungen bei allen besorgten Anwohnern durch und konnten überall grünes Licht geben. Es wurde kein Gas festgestellt.
Eine Mitarbeiterin des Landratsamtes vom Amt für Umwelt und Abfallwirtschaft war ebenfalls vor Ort, um die Lage aus bürokratischer Sicht einzuordnen. In dem Bereich, in dem die Verunreinigung mutmaßlich aufgetreten ist, konnte ein Haus mit Ölheizung ausfindig gemacht werden.
Und wie es der Zufall wollte, hatte eben diese Heizung seit Dienstagnachmittag eine Störung. Eine erste Kontrolle der Feuerwehr konnte jedoch auch hier keine klare Verbindung zwischen Störung und Abwasserkanal herstellen. Dies wird ein Heizungsmonteur prüfen müssen.
Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Albstadt mit rund 20 Wehrleuten der Abteilungen Ebingen und Tailfingen, sowie drei Mitarbeiter der Albstadtwerke.