Ermittlungen in Albstadt
: Siebenjähriger auf Schulweg angesprochen? Das sagt die Polizei

Vor der Schalksburgschule in Albstadt-Ebingen soll ein Junge aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Das ist bislang bekannt.
Von
Julia Gern
Oberndorf
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Die Polizei ermittelt in Albstadt-Ebingen. Unklar ist, ob tatsächlich ein Fremder einen Jungen angesprochen hat.

Seeger

Der Fall soll sich am Mittwoch in Albstadt-Ebingen abgespielt haben. In sozialen Medien und per WhatsApp verbreitet sich, dass ein Mann versucht habe, aus einem fahrenden Auto heraus einen Jungen zu greifen.

Der Sachverhalt sei der Polizei bekannt, sagt Christian Wörner, Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen, unserer Redaktion. Am Mittwoch habe demnach ein älterer Mann einen Siebenjährigen in der Matthias-Claudius-Straße angesprochen und versucht, den Grundschüler zu greifen. Das Kind sei weggerannt – zu seinem Vater, der in der Nähe stand. „Dem Vater ist kein Fahrzeug aufgefallen“, betont Wörner allerdings.

Die Polizei habe Ermittlungen durchgeführt, sei in Kontakt mit der Schulleitung. Der Zwischenstand lautet: „Wir haben keine weiteren Hinweise auf eine Person und ein Auto.“ Außer dem Kind habe niemand das besagte Auto gesehen.

Polizeisprecher: „Wir nehmen das ernst“

Dennoch: „Wir nehmen das ernst und gehen dem gründlich nach“, erklärt Wörner. Die ungeprüfte Verbreitung solcher Gerüchte in sozialen Medien führe allerdings häufig zu einem Anschwellen von Hinweisen, die sich teils nicht überprüfen ließen.

Das Polizeipräsidium Reutlingen, das auch für den Zollernalbkreis zuständig ist, erklärte unserer Redaktion bereits vor einiger Zeit: „Richtigerweise erhält die Polizei von Seiten der Bevölkerung beziehungsweise von Schulen oder Kindergärten regelmäßig Meldungen über ein sogenanntes verdächtiges Ansprechen von Kindern.“ Wichtig sei allerdings, keine Panik zu verbreiten. Das schüre Ängste und Unsicherheiten – auch bei Kindern.

Ansprechen von Kindern: Polizei gibt Eltern Tipps

  • Das Polizeipräsidium Konstanz hat folgende Tipps für Eltern veröffentlicht:
  • Loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich Ihnen anvertraut hat.
  • Vermeiden Sie Gerüchte und beugen Sie somit einer Hysterie in Ihrer Nachbarschaft vor.
  • Teilen Sie keine spekulativen Informationen über soziale Netzwerke.
  • Melden Sie den Vorfall der Polizei. Über den Polizeinotruf 110 erreichen Sie diese zu jeder Tages- und Nachtzeit.
  • Bereiten Sie Ihre Kinder auf solche Situationen vor.
  • Eltern sollten Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit festlegen.
  • Schicken Sie Ihr Kind möglichst nicht allein, sondern in kleinen Gruppen zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz. Halten Sie es dazu an, pünktlich zu sein.
  • Sensibilisieren Sie Ihr Kind, nicht zu Unbekannten ins Auto einzusteigen und laut um Hilfe zu rufen, wenn Fremde es dazu auffordern.
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