Ehemalige „Alb-Linde“: Blick in „Lost-Place“ bei Ortsbegang in Unterdigisheim

Für die leerstehende „Alb-Linde“ hat der Ortsvorsteher von Unterdigisheim Alexander Maurer einen Schlüssel.
Volker BitzerZum Abschluss des knapp einstündigen Ortsbegangs in Unterdigisheim wurde es noch ein wenig geheimnisvoll. Als ein „Lost Place“ könnte das seit vielen Jahren leerstehende Gebäude Buchstraße 20/22 bezeichnet werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.
Dort, wo einst das Gasthaus Alb-Linde beheimatet war, tut sich seit Jahrzehnten nichts mehr. Es sei nicht einmal bekannt, wem Grundstück und Gebäude überhaupt gehören. Alle bisherigen Recherchen blieben ergebnislos. Ortsvorsteher Alexander Maurer hat aber einen Schlüssel dafür, er sei seit einer gefühlten Ewigkeit im Rathaus deponiert. Und so konnten die Bürgervertreter und die Rathaus-Delegation ins Innere der ehemaligen Wirtsstube sehen.
„War sogar mal ein Kindergarten“
Der ein oder andere erinnerte sich, als Kind noch hier gewesen zu sein. Erzählungen gehen sogar noch weiter in die Vergangenheit; so weiß Meßstettens Bauhof-Leiter Michael Mayer, ebenfalls Unterdigisheimer: „Das war sogar mal ein Kindergarten, mein Vater ging hierher, und man sprach noch vom Schwesternhaus.“