Ebinger Heimatmuseum
: Die Glocken sollen wieder läuten – nur nicht nachts

Der Förderverein Ebinger Heimatmuseum hat sich viel vorgenommen, freut sich über gestiegene Besucherzahlen und plant einen kleinen Scoop.
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(red/pm)
Oberndorf
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Schweren Herzens haben Vorsitzender Albert Sauter (rechts) und sein Stellvertreter Gerd Lichtenberg Susanne Kiefer als Schatzmeisterin verabschiedet.

Lichtenberg

Vor zahlreichen Zuhörern, darunter Bürgermeister Udo Hollauer sowie Susanne Goebel und Tim Delle von den Museen Albstadt, vermeldeten Albert Sauter Vorsitzender des Fördervereins Ebinger Heimatmuseum, und sein Stellvertreter Gerd Lichtenberg bei der Hauptversammlung gestiegene Besucherzahlen, die sie unter anderem auf das Ende der Coronavirus-Pandemie zurückführen. Es gab zahlreiche Gruppenführungen außerhalb der regulären Öffnungstage, darunter drei Führungen mit Schulklassen – besonders die Sonderausstellung zur Revolution von 1848 habe viele Besucher angezogen. Anlässlich des 100. Jahrestag des Rundfunks in Deutschland hatte Lichtenberg einen launigen Vortrag über die Geschichte des Mediums gehalten, das bis in die 1960er-Jahre im Mittelpunkt des Kultur- und Familienlebens stand – er vergaß nicht, die einschlägigen Händler zu erwähnen, welche die Geräte in Ebingen vertrieben.

Susanne Kiefers Abschied bedauern alle

Schatzmeisterin Susanne Kiefer erstattete ihren letzten Kassenbericht; nach acht Jahren im Amt hört sie zum großen Bedauern der Vorstandskollegen und Mitglieder auf. Sauter und Lichtenberg, die sie verabschiedeten, bleiben dagegen; beide wurden erneut gewählt. Neuer Schatzmeister ist Helmut Specker; Schriftführer bleibt Uwe Schwerer. Auch auf den Beisitzerposten bleibt alles beim Alten.

Was bringt die Zukunft? Zunächst einmal Arbeit: Die Depots des Museums sollen aufgeräumt werden, viele Objekte, für die der Platz im Museum fehlt und die sich auch nicht für Sonderausstellungen eignen, könnten an andere Museen oder Vereine abgegeben oder, falls sie voluminös sind, in städtische Depoträume ausquartiert werden. Entsorgt wird jedenfalls nichts.

Keine Sommerpause für die Ehrenamtlichen

In diesem Sommer wird das Museum keine Pause einlegen, sondern während der Ferien sonntags offen sein. Am 5. Oktober feiern Museums- und Albverein wieder gemeinsam im Spitalhof; sie wollen auch beim Stadtjubiläum 2025 mit einem gemeinsamen Stand vertreten sein.

Ein ganz runder Geburtstag steht an

Ein weiterer runder Geburtstag wirft seine Schatten voraus, nämlich der 100. des Heimatmuseums selbst. Bis dahin, nach Möglichkeit aber schon bis zum Stadtjubiläum, sollen die Glocken auf dem Dach des Hauses Spitalhof 13, die schon vor vielen Jahren verstummten, wieder läuten und die beiden Hirschköpfe oberhalb der Uhr wieder mobil sein. Dafür müssen diverse Defekte im mechanischen Antrieb der Glocken repariert und die betagte Steuerung erneuert werden – die Mitglieder erteilten der Vereinsführung den Auftrag, das in die Wege zu leiten. Ein Unterschied zu früher: Nachts sollen die Glocken schweigen.

Nach dem Ende der Sitzung präsentierte Gerd Lichtenberg einen Videofilm von Emil und Katherina Knobel, den er beim Aufräumen buchstäblich ausgegraben hatte – der Streifen galt als verschollen. Er dokumentiert unter anderem, wie das Museum vor knapp 30 Jahren eingerichtet war.

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