Albstadt
: Jäger schließen sich zusammen

Hegeringe Ebingen und Tailfingen ziehen künftig an einem Strang. Seit der Stadtgründung mehrere Anläufe.
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Auf ungewohnten Terrain, im Sitzungssaal des Gemeinderats, tagte der Hegering Albstadt gestern zum ersten Mal.

Eyrich

Albstadt - Seiner rechtlichen Stellung hat der neue Hegering Albstadt bei seiner ersten Sitzung am Donnerstagabend alle Ehre gemacht und ist nach kurzer Tagung im Rathaus ins Brauhaus Zollernalb umgezogen: zum Stammtisch.

Da gründet sich – zusammengesetzt aus den Hegeringen Ebingen und Tailfingen – der neue Hegering Albstadt, und der Vorsitzende Sven Dörfler sitzt schon vorne, flankiert von seinen beiden Stellvertretern Chris Böck und Martin Schatz. Keine Wahl? Einen der Jäger, die im Hegering vereint sind, wunderte das dann doch. Die Erklärung freilich ist einfach: "Die rechtliche Stellung des Hegerings ist die eines Stammtisches, denn wir sind alle Mitglieder der Kreisjägervereinigung Zollernalb", erläuterte Dörfler, bisher auch Vorsitzender im Hegering Ebingen, zu dem die Jäger aus Laufen, Lautlingen, Margrethausen, Pfeffingen und Burgfelden gehörten: rund 90 insgesamt.

Der Tailfinger Hegering mit Chris Böck an der Spitze zählte rund 45 Mitglieder aus Tailfingen, Truchtelfingen, Onstmettingen, Bitz und Thanheim. Nach der Fusion bilden die aktuell 137 Mitglieder den stärksten Hegering im Zollernalbkreis, wo 560 Jäger organisiert sind.

Der Auftrag zum Zusammenschluss sei mit Mehrheit aus beiden Hegeringen gekommen, machte Dörfler deutlich. "Das ist ein weiteres Zeichen an die Stadt, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen – als zuverlässiger Partner der Stadt."

Der Ansprechpartner für die Stadtverwaltung

Schon seit deren Gründung 1975 habe es mehrere Anläufe gegeben, einen Hegering Albstadt zu bilden, erklärt Martin Schatz, "denn der Hegering ist ja der eigentliche Ansprechpartner für die Stadt", sie sei Verpächter der Jagdlose. Außerdem fungiert der Ring als Bindeglied zwischen der Stadt, der Unteren Jagdbehörde, der Kreisjägervereinigung mit ihrem Vorsitzenden Karl Hagg, der die Fusion ausdrücklich begrüßt, und den einzelnen Jägern.

Wenn es um aktuelle Fragen wie das Radwegekonzept der Stadt und die Planungen in Sachen Mountainbike-Strecken gehe, sitze der Hegering als vollwertiger Partner, ebenso wie Landwirte und Forstleute, mit am Tisch, betont Dörfler.

Er erläuterte in der kurzen ersten Sitzung im großen Sitzungssaal des Rathauses Ebingen, in der Stadtkämmerer Gerd Pannewitz die Stadt repräsentierte, auch das künftige Prozedere: Um alle Stadtteile einzubinden, sollen die Treffen mal im einen und mal im anderen Stadtteil stattfinden – Vorschläge für Lokalitäten sind ausdrücklich erwünscht. "Weil wir ein moderner Hegering sind", wie Dörfler betonte, wird dieser künftig eine eigene Facebook-Seite haben, auf der Termine bekannt gegeben werden. Die ersten stehen schon fest: Am kommenden Samstag, 5. Juli, von 14 bis 17 Uhr trifft man sich am Schießstand, am 18. Juli ab 18 Uhr zum Grillen an der Waldhütte in Laufen und am 18. September zum nächsten großen Hegeringabend.

Der jetzige endete ganz so, wie es der rechtlichen Stellung eines Hegerings entspricht: am Stammtisch. Im Brauhaus Zollernalb ließen die Jäger ihre erste gemeinsame Sitzung in gemütlicher Runde ausklingen.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.