Albstadt
: "Diese Chance bitte nicht verspielen"

Ortschaftsrat: Scheidende Ortsvorsteherin mahnt beim Wechsel der Gremiumsmitglieder zu Geschlossenheit
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
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Dies eine Mal vereint: Scheidende und neue Ortschaftsräte in Lautlingen mit der ebenfalls scheidenden Ortsvorsteherin Juliane Gärtner (Vierte von links) und Oberbürgermeister Klaus Konzelmann (Dritter von rechts) Foto: Eyrich

Schwarzwälder Bote

Der größtere Teil des Ortschaftsrates Lautlingen hat gewechselt. In ihrer letzten Sitzung als Ortsvorsteherin hat Juliane Gärtner ihre Kollegen verabschiedet und die neuen begrüßt, die Oberbürgermeister Klaus Konzelmann verpflichtet hat.

Albstadt-Lautlingen. Thomas Haas, Holger Mayer und Frank Otterbach sind die Konstanten im Ortschaftsrat Lautlingen. Sieben Räte hat Ortsvorsteherin Juliane Gärtner in der jüngsten Sitzung verabschiedet. Eugen Alber, gebürtiger Lautlinger aus der "Krone", war seit 2000 im Ortschaftsrat und nicht mehr angetreten. Gärtner dankte ihm vor allem für seinen Einsatz für die Jugend, und Oberbürgermeister Klaus Konzelmann überreichte ihm eine Urkunde und die Medaille der Stadt mit Stauffenbergschloss und der Kirche St. Johannes als Motiv. Beide erhielten auch der engagierte TSV-Handballer Dieter Bock, seit 2009 im Gremium, Georg Herrmann, ebenfalls seit 2009 dabei, Achim Ortel, der von 2013 bis 2014 sowie seit 2016, jeweils als Nachrücker, ins Gremium gekommen war. Seit 2014 dabei waren Ayhan Pesket, Martin Rempp und Bianca Wagenstetter, die ebenfalls mit Urkunde und Medaille für ihren Einsatz ausgezeichnet wurden. Per Handschlag und Zustimmung zur Verpflichtungsformel sind danach Martin Alber, Heiko Peter Melle, Günter Kirschbaum, Roland Schemminger, Helena Bodmer, Marc Söhn, Bernd Stauß und Peter Rudolf Buck ins Gremium aufgenommen worden.

Gegen Hochwasser und für mehr Sicherheit

Juliane Gärtner erinnerte an die Errungenschaften der zurückliegenden Legislaturperiode wie die Neugestaltung des unteren Schlossgartens, die Renovierung des Gesindehauses, das Hochwasserschutzkonzept, die Fußgängerbrücke am Bahnhof, die Neugestaltung des Friedhofes und des Kirchvorplatzes, in die das Gremium reichlich Eigenverfügungsmittel investiert hat, eine neue Ampelanlage, die Einführung von Tempo 30 und einem kleinen Wochenmarkt, Gehwegsanierungen und vieles mehr. Einzig das Feuerwehrhaus, "bei den Hochbaumaßnahmen immer an erster Stelle", stehe noch zur Sanierung an, die bis 2021 zugesagt sei.

Groß sei nach wie vor die Enttäuschung über den Wegfall der Hauptschule, zumal die Ignaz-Demeter-Schule immer einen hervorragenden Ruf genossen habe, betonte Gärtner und wies darauf hin, dass viele Grundschüler sich beim Wechsel zur Hauptschule nach Frommern statt nach Albstadt orientierten. Dass im Gremium stets ein "guter und fairer Umgang" geherrscht habe, betonte Juliane Gärtner ausdrücklich, dankte allen Bürgern, Vereinen und Institutionen, die sich in Lautlingen engagierten, und allen voran der Feuerwehr und dem Roten Kreuz, aber auch der Verwaltungsspitze für die "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit", sowie Melanie Hetz und ihren Vorgängerinnen im Ortsamt, Elli Kromer und Ute Reimann.

Mit Blick auf die Diskussion um die Ortsumfahrung mahnte Juliane Gärtner zur Geschlossenheit: "Sie ist im vordringlichen Bedarf und steht auf der Prioritätenliste an erster Stelle. Diese Chance dürfen wir nicht verspielen."

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