50 Jahre Albstadt: Schickt uns Eure Fotos – wir schreiben Geschichte!

Oberbürgermeister Roland Tralmer und Kulturamtsleiter Martin Roscher wetzen die Messer – nur, um die Torte anzuschneiden, wobei ihnen Julian Köhnlein und Sandra Testa gerne helfen. Es ist einer der ersten von Tausenden Schnappschüssen, die beim Stadtfest entstehen werden.
Karina EyrichKreuzt man eine Historikerin mit einer Redakteurin, kommt eine Journalistin dabei heraus, für die „Chronistenpflicht“ noch kein Fremdwort ist.
Im Jubiläumsjahr „50 Jahre Albstadt“ haben wir es schon mehrfach erlebt, wie wertvoll Vorfahren mit Eichhörnchenmentalität sind. Als es darum ging, die große Party im Ebinger Westtangententunnel anzukündigen, waren keine Fotos zu finden vom „Tunnel Dance“ zur Eröffnung der Betonröhre im Jahr 2004. Die Lesung im März im Stauffenbergschloss aus Artikeln des Schwarzwälder Boten über Ereignisse in 50 Jahren Stadtgeschichte vorzubereiten, war ebenfalls eine Kugelfuhr. Denn das Stadtarchiv hat unsere Zeitung, wenngleich sie schon seit bald 100 Jahren aus Albstadt und Umgebung berichtet, erst ab Ende der 1980er-Jahre archiviert. Die gute alte Hängeregistratur in der Redaktion, in der unsere Vorgänger Berichte über bedeutende Ereignisse und Fotos gesammelt haben, war damals Gold wert.
Und nun? Steht ein Stadtfest von einer Dimension an, wie viele der Älteren es wohl in ihrer Lebenszeit nicht mehr erleben werden. Praktisch ganz Albstadt ist daran beteiligt. Alle Stadtteile, sehr viele Vereine, Kunstschaffende, Musiker, Sportler, Helfer, Menschen jedes Alters, gebürtige Albstädter und „Einwanderer“: Alle wollen sie die Vielfalt zeigen, die unsere Stadt – mit neun Stadtteilen und doch eins – ausmacht.
Selfies ohne Ende
Dann werden sie gezückt, die Smartphones mit den tollen Kameras. Akteure auf der Bühne werden fotografiert werden, ebenso wie die wirklich gelungene Innenstadtdekoration an allen Festplätzen. Selfies werden geschossen mit der alten Schulfreundin, die man nach Jahren zum ersten Mal wieder trifft, mit dem Arbeitskollegen von früher, der am selben Platz tanzt, und mit dem Grundschullehrer, der sich erstaunlich gut gehalten hat.
Motive gibt es mehr als genug
Der Tisch an Motiven wird reich gedeckt sein: Im Hof steigt ein „Fest der Kulturen“, der Spitalhof wird zum Platz der Vereine, die Obere Vorstadt zur Kunst- und Kulturmeile. Auf der Marktstraße ist der „Schwäbische Alb Markt“ aufgebaut, auf dem Bürgerturmplatz ein Kinderland, und am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz die Hauptbühne, während in der Unteren Vorstadt, im „Innovationsviertel“, zu sehen sein wird, wie das Albstadt der Zukunft aussehen könnte. Es wird ein gigantisches Fest, bei dem selbst ein ganzes Heer von Reportern und Fotografen nicht alles festhalten kann.
„Wie war das noch damals, 2025?“
Die Historikerin mit Sinn für Chronistenpflicht und Empathie für die Kollegen, die in 50 Jahren fragen werden „Wie war das noch, damals, beim Stadtfest 2025?“ hat deshalb eine Bitte an Sie alle, liebe Leserinnen und Leser: Lassen Sie uns gemeinsam Geschichte schreiben! Wenn Sie etwas Besonderes sehen oder Ihnen ein toller Schnappschuss gelingt: Schicken Sie uns Ihre Fotos. Und gerne auch ein, zwei Sätze zum Motiv und zu außergewöhnlichen Erlebnissen und Beobachtungen.
Schicken Sie uns Ihre Fotos
Wir vom Schwarzwälder Boten werden die Fotos in Bildergalerien veröffentlichen auf unserer Internetseite www.schwarzwaelder-bote.de, wo sie dann – kostenfrei – zu sehen sein werden. Es ist ganz einfach: JPG-Datei an eine Mail mit dem Betreff „Albstadt 50“ hängen und absenden an die Adresse redaktionebingen@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Zusendung erklären Sie sich mit einer honorarfreien Veröffentlichung einverstanden – und wir alle tragen gemeinsam dazu bei, dass dieses Stadtfest unvergessen bleiben wird. Und dass übrigens auch jene daran teilhaben können, die nicht dabei sein werden, weil sie krank sind, verreist oder verhindert, mal wieder die alte Heimat zu besuchen.
Albstadt hat Geburtstag – welch ein toller Grund zu feiern – wir sehen uns im Getümmel beim Stadtfest!