40 Jahre Deichelmäus Unterdigisheim: Selbst aus Taubersbischofsheim kamen Narrengrüße

Dass die Deichelmäus Unterdigisheim auch noch mit „40 Jahren“ sehr fit und agil sind, haben sie eindrucksvoll bei ihrem Maustanz beim Brauchtumsabend bewiesen.
Tanja GersteneckerMit einem närrischen Festwochenende hat der Narrenverein Deichelmäus sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Narrenfreunde trafen aus Nah und Fern ein, um das „Schwabenalter“ der Deichelmäus gebührend zu feiern. Sogar aus der Heimatstadt der Zunftmeisterin Ramona Stein, aus Tauberbischofsheim, kamen Narren angereist.
Den Auftakt bei der Jubiläumsfeier machte der Brauchtumsabend in der örtlichen Festhalle, die förmlich aus allen Nähten platzte. Mehrere Narrenvereine heizten mit fetziger Fasnetsmusik und verschiedenen Tanzvorführungen den Festgästen kräftig ein. Diese feierten, auf den Bänken stehend, stimmfreudig zu den Auftritten fröhlich mit.
In der Festhalle schwingen Narren und Gäste das Tanzbein
Eine heiße Sohle aus Parkett legten die Damen vom Kübele-Hannes und die Haiberger Bättlblätz bei ihren Tanzdarbietungen. Die Hartheimer Michelezunft überzeugte mit einem schönen Gardetanz. Fränkische Narrengrüße aus Tauberbischofsheim überbrachten die „Bischemer Kröten“ – und steigerten mit einem temperamentvollen Schautanz die Feierlaune beim Publikum.
Wie sportlich Mäuse mit 40 Jahren noch sein können, zeigten die Jubilanten bei ihrem akrobatischen Maustanz. Zunftmeisterin Ramona Stein erläuterte den Gästen, welchen geschichtlichen Hintergrund die unterschiedlichen Figuren ihres Narrenvereins haben.
Die „Deichelmaus“ zum Beispiel „prüfte“, ob die hölzernen Rohre von und zu den vier Brunnen in Unterdigisheim zur Wasserversorgung taugten: Krabbelte sie zum einen Ende hinein und zum anderen wieder hinaus, konnte das Rohr verwendet werden.
Vom Narrenfreundschaftsring überbrachte Ringpräsident Walter Sieber eine Urkunde zum 40-jährigen Jubiläum des Narrenvereins Deichelmäus. Gleichzeitig erhielten Bürgermeister Frank Schroft und Ortsvorsteher Alexander Maurer als Schirmherren des Vereins eine Ehrung.
Fetzige Guggamusik treibt die Feierlaune bis zum Siedepunkt
Die Hartheimer Nota Kratzer brachten mit ihrer temperamentvollen Guggamusik die Partystimmung in der Festhalle weiter zur Höchstform. In bester Feierlaune schwebten zur Geisterstunde um Mitternacht die „Verrückten Geister“ aus Geislingen auf die Bühne. Welche mit beeindruckender Verkleidung, Mimik und akrobatischem Showtanz das Publikum vollends verzauberten.
Den Siedepunkt beim Brauchtumsabend erzielten die Rosswanger Feierdeifel mit ihrer fetzigen Guggenmusik. Bei der die Halle tobte und nicht nur die Deichel-Mäuse ausgelassen zur Musik tanzten.
Ruhiger und besinnlicher starteten die Feierlichkeiten am Sonntag mit einem Narrengottesdienst in der örtlichen Kirche. Zur Mittagszeit öffneten zahlreiche Verkaufsstände im Ort mit Speisen und Getränken.
24 Zünfte zogen beim Festumzug durch die Unterdigisheimer Straßen
Trotz frostigen Temperaturen fanden sich viele Zuschauer an den Straßenrändern für den Narrenumzug ein. 24 Narrenzünfte zogen durch die Unterdigisheimer Straßen, gaben den jüngsten Zuschauern Süßes und trieben mit jungen Damen gerne mal ihren Schabernack.
Bei so vielen Gruppen bekamen die Zuschauer vielerlei zu sehen. Wem es dabei zu kalt wurde, konnte sich anschließend in der Festhalle bei einigen Tanzdarbietungen wieder aufwärmen und den Narrenverein Deichelmäus nochmals hochleben lassen.