Werner-Diefenbach-Lauf
: Marina Spiller mit tollem Debüt

Zum 46. Mal wurde der Werner-Diefenbach-Gedächtnislauf in Calw-Stammheim ausgetragen. Und es gab auch wieder Überraschungen.
Von
Günter Krehl
Oberndorf
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Andreas Schwarzer (Dritter/links) und Sieger Pascal Nothacker lagen nach rund einem Kilometer bereits in Führung.

Günter Krehl

Mit diesem Sportevent wird an den Calwer Laufkameraden Werner Diefenbach erinnert, der 1978 in den Schweizer Bergen tödlich verunglückte.

Um 14 Uhr konnte Veranstalter Günter Krehl bei besten Wetterbedingungen 65 Sportler auf die Strecke bei den Stammheimer Rottannen schicken. Anfangs liefen Andreas Schwarzer (SV Oberkollbach/3./44:52) und Pascal Nothacker an der Spitze.

Bei Kilometer vier bildeten der Ostelsheimer und Tim Weber (SV Oberkollbach) das Führungsduo, Schwarzer war schon etwas abgefallen. Am Ende lief Nothacker mit 42:22 Minuten persönliche Bestzeit, die in der Ewigen Bestenliste Rang 34 bedeutet. Weber (43:38) erreichte mit gut einer Minute Rückstand Platz zwei. In 46 Jahren beendeten 1233 Läufer das Rennen erfolgreich und erzielten damit ganz genau 4000 Zieleinläufe.

Stolze Spendensumme

Platz vier belegte Sebastian Groteloh (46:07) von der Kinderklinik Schömberg, der nach Abzug einiger Unkosten die stolze Spendensumme von 450 Euro überwiesen konnte. Mit Daniel Pfrommer (LG Calw/47:56), den Ostelsheimern Kai Robaczewski (48:22) und Gunther Moll (48:49/38. Teilnahme) sowie den beiden „Ersttätern“ vom SV Oberkollbach, Sebastian Kömpf (49:22) und Gabriel Umbeer (49:32), blieben insgesamt neun Läufer unter der 50-Minuten-Grenze.

Bei ihrem Debüt gelang Marina Spiller (LG Calw) mit 57:38 ein überlegener Sieg. Besonders erwähnenswert ist, dass auf den Rängen zwei und drei Läuferinnen der Altersklasse 65 das Ziel erreichten. Regina Vielmeier (SV Oberkollbach), die Siegerin des Jahres 2014, unterbot mit 59:13 Minuten die Stundengrenze. Ursula Walter (SC Neubulach) lief mit 61:46 Minuten ebenfalls eine herausragende Zeit. Sie hatte den Lauf zwischen 1997 und 2005 immerhin sieben Mal für sich entschieden.

Hohes Niveau bei der Jugend

Dicht hinter ihr lagen die Ostelsheimerinnen Birgit Ohngemach (62:12) und Julia Titjung (62:42). Die Plätze sechs bis neun belegten Sabine Behnke (SV Oberkollbach/65:34), Katrin Dreßler (TSV Simmozheim/65:34), Christin Schulze (Stammheim/67:12) und Daniela Kohler (SV Rotfelden/67:49).

Marina Spiller lächelnd auf Siegkurs

Foto: Günter Krehl

Beim Rennen der Jugend U16 über 4 Kilometer herrschte ein hohes Niveau. Vorjahressieger Tim Rüfle (VfL Ostelsheim/1. M13) steigerte sich um erstaunliche 2:02 Minuten und verpasste mit 15:06 Minuten den Streckenrekord nur um vier Sekunden.

Louisa Krehl (VfL Ostelsheim/1. W15) gelang eine neue Streckenbestzeit. Sie steigerte diese in Begleitung ihrer außer Konkurrenz laufenden Schwester Chiara um 19 Sekunden auf 17:26. Mit Noam Hess (TSV Calw/17:35/1. M9) und Jonas Rüfle (VfL Ostelsheim/17:40/1. M10) folgten weitere hoffnungsvolle Talente.

Auch von Pauline Hess (TSV Calw/19:46/1. W12), Mala Schütz/VfL Ostelsheim/22:15/1. W10) und Anna-Lena Gösche (SV Oberkollbach/22:30/1. W11) kann man für die nächsten Jahren noch einiges erhoffen.

Im Beisein der Nichte von Werner Diefenbach, Monika Tanzer, wurden im Sportheim die Schnellsten ausgezeichnet und alle anwesenden Teilnehmer persönlich gewürdigt.

Die Angehörigen von Herbert Rollwa und Uwe Beuerle überreichten die Gedächtnispokale an Armin Gotsch und Birgit Ohngemach, die in der Altersklasse 55 am Schnellsten unterwegs waren.

Mit dem 27. Doma Berglauf findet der nächste Stammheimer Wettkampf am 6. Mai statt.

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