Nach dem schweren Gewitter am Mittwochabend werden nun weitere Schäden in Winterlingen und Straßberg offenbar.
Kurz aber heftig ist das Unwetter gewesen, das am Mittwochabend unter anderem über Straßberg und Winterlingen hereingebrochen ist. Nun treten weitere Schäden zutage, die der Starkregen, Sturm und Hagel hinterlassen haben.
Auf dem Spielgelände des Kindergartens Schmeienzwerge etwa ist der große Kastanienbaum zwischen 19 und 20 Uhr auf den Sandkasten gefallen – nur etwa 15 Meter vom Gebäude des Kindergartens entfernt.
Ein Sonnensegel hat das Gewitter in Fetzen gerissen. Das Sonnensegel ist laut Bürgermeister Markus Zeiser bereits entfernt worden; der umgestürzte Kastanienbaum wird von einem Fachbetrieb aufgearbeitet und zusammen mit weiterem Schadholz vermarktet.
Unwetter: Ziegel werden vom Dach getragen
Einen so heftigen Sturm hat es laut Zeiser innerhalb Straßbergs noch nie gegeben. Er sprach von einem Wirbelsturm beziehungsweise einer Windhose, die durch das Schmeiental gerast war. Dabei seien auch etliche andere Bäume wie Streichhölzer umgeknickt worden.
Auch in das Innere der Grundschule Winterlingen hat das Regenwasser seinen Weg gefunden: Schulrektor Matthias Gayer zufolge hat das Wasser drei bis vier Zentimeter tief im Untergeschoss gestanden. Betroffen waren dabei der Heizraum – in dem derzeit die Heizung erneuert wird –, der Technik- und Handarbeitsraum, die Schulküche und der Computerraum.
Auch die separat stehende Turnhalle und der Gymnastikraum sind überflutet worden. Das Wasser kam aus dem überlasteten Kanal sowie dem Flachdach der Schule und war über Fenster und Türen ins Innere eingedrungen.
Feuerwehr bei Unwetter bis in die Nacht im Einsatz
Abteilungen der Winterlinger Feuerwehr waren bis spät in die Nacht zugange, um die Räume auszupumpen. Bürgermeister Michael Maier zufolge ist die neue Heizanlage, die in Teilen bereits im Heizraum aufgebaut worden ist, unbeschadet geblieben.
Die Sanierung des Flachdachs sei auch bereits ins Auge gefasst worden; es soll durch ein sogenanntes „Pultdach“ ersetzt werden, bei dem eine Seite höher liegt als die andere, erklärt Maier.
Das angefallene Sturmholz werde vom Bauhof eingesammelt und entweder zu Brennholz oder anderweitig verwertet. „Wir beauftragen jedes Jahr eine Fachfirma, die die Bäume überprüft und marodes Holz beseitigt“, gibt er Auskunft.
In Harthausen hat der Sturm am Mittwoch das Dach einer Scheune, die direkt neben dem Kirchturm steht, teilweise abgedeckt. Berichten des Eigentümers zufolge sind gut 25 Quadratmeter abgedeckt und die Ziegel vom Dach geschleudert worden.
Die Dachlücke hat der Eigentümer provisorisch mit einer Plane abgedeckt. Wie hoch diese Schäden in beiden Gemeinden zu beziffern sind, ist derzeit noch unklar.