Gleich zwei hochdotierte Schecks bekam jetzt vor den leeren Regalen im Schwenninger Tafelladen die Vorsitzende des Mach-mit-Fördervereins, Helgina Zimmermann (Mitte), von den Vertretern der verschiedenen Serviceclubs überreicht. Einmal in Höhe von 6800 Euro, einen weiteren über 6500 Euro. Foto: Jochen Schwillo

Über einen unerwarteten Geldsegen darf sich der Mach-mit-Förderverein für sein Tafelprojekt freuen.

Die Einrichtung wurde jetzt mit insgesamt 13 300 Euro bedacht.

 

„Die Spende können wir sehr gut gebrauchen“, stellte die Vorsitzende Helgina Zimmermann fest.

Diese Events haben sich rentiert

Die Tafel profitiert von zwei Projekten: Bei der Langen Tafel zwischen den Stadtbezirken Villingen und Schwenningen, am 15. Juni, waren die Helfer der Rotary Clubs Villingen-Schwenningen und Villingen-Schwenningen-Mitte, von Round Tables 76 und des Lions Club Villingen-Schwenningen Mitte, im Einsatz und hatten die Bewirtung an den Getränkeständen übernommen. Hierbei kam ein Erlös in Höhe von 6500 Euro zusammen, der jetzt gespendet wurde.

Weiterhin wird die Tafel mit einem Betrag von 6800 Euro bedacht, die aus dem Erlös des Benefizkonzerts des Deutschen Rotary Orchesters kommt, das am 21. September im Villinger Franziskaner veranstaltet wurde. Hiervon bekam der Rotary Club Villingen-Schwenningen-Mitte 4000 Euro und der Rotary Club Villingen-Schwenningen einen Betrag von 2800 Euro.

Für die Tafel bleiben meist nur noch Reste

Stellvertretend für die Service-Clubs aus Villingen-Schwenningen sagte Stefan Beetz, Präsident des Round Table Clubs VS, dass man gerne solche Projekte wie die Tafel unterstützte. „Das ist Hilfe vor Ort“, betonte der Schwenninger.

Helgina Zimmermann freute sich über die großzügige Gabe aus den Erlösen des Engagements der Gruppen. „Mit der Spende werden wir Lebensmittel organisieren“, kündigte sie an. Die Vorsitzende des Mach-mit-Vereins wies darauf hin, dass die Spenden aus dem Einzelhandel immer weniger werden.

Ohne zusätzlichen Einkauf geht es nicht

Helgina Zimmermann machte deutlich, dass, was es noch in den Geschäften gebe, von Foodsharern abgegriffen werde. Aktuell bekomme die Tafel nur noch die Reste, bedauerte Helgina Zimmermann. Überhaupt keine Spenden mehr gebe es für lang haltbare Lebensmittel.

„Da sind wir nur noch auf die Geldspenden angewiesen“, so die Mach-mit-Chefin.

Normalerweise dürfte die Tafel nach der Satzung des Bundesverbandes keine Lebensmittel einkaufen, erklärte Helgina Zimmermann. Doch das gehe nicht mehr. „Sonst müssen wir die Leute heimschicken“, erklärte Helgina Zimmermann. „Mit einem weißen Rettich und einem Bund Radieschen kommen wir nicht weit“, veranschaulichte sie die derzeitige Situation.

Bei manchen sollen die Bemessungsgrenzen steigen

Angesichts der langen Schlangen vor den Tafelläden habe man jetzt Zeitfenster eingerichtet, in denen die jeweiligen Kunden einkaufen dürfen. So gibt es in Schwenningen drei Einkaufstage mit je 50 Karten. Mit Blick ins kommende Jahr kündigte Zimmermann an, bei gewissen Gruppen die Bemessungsgrenzen eventuell zu erhöhen. Hierbei gelte es auch, sich an der europäischen Armutsgrenze zu orientieren.