Rund 2,3 Millionen Euro hat die Stadt Meßstetten in das Sportzentrum Geißbühl investiert, das Anfang Juli eingeweiht wurde und auf dem unter anderem der TSV und der Fußballverein trainieren.
Als Meister im Üben ihrer Geduld haben sich die Meßstetter Sportvereine erwiesen: Mehrere Jahrzehnte und über vier Bürgermeister hinweg haben sie warten müssen, bis im Juli dieses Jahres das neue Sportzentrum Geißbühl eingeweiht wurde.
Bislang haben vor allem die Sportvereine den Platz genutzt; die Schulklassen folgen nach den Sommerferien. Wie zufrieden sind die Vereine mit ihrer neuen Sportstätte? Und wie gut lässt es sich darauf trainieren?
„Eine ideale Lösung für alle“
„Wir sind alle sehr zufrieden mit dem neuen Sportzentrum“, schwärmt Patricia Bodmer, Vorstandssprecherin des TSV Meßstetten. Sie spricht von einem „schönen Gelände“, das eine ideale Lösung für die kommende Generation junger Sportler ist. „Das Leichtathletik-Training macht wieder Spaß“, sagt sie – unter anderem auch deswegen, weil den Leichtathleten endlich eine Laufbahn zur Verfügung steht, auf der sie auch mit Spikes laufen dürfen – am alten Standort auf der Eichhalde sei für eine solche gar kein Platz gewesen. Auch die Faustballer stünden schon in ihren Startlöchern; sie müssten nur warten, bis Gras über die Fläche beim Werferfeld gewachsen ist. Darüber hinaus sind die Vereinssportler des TSV aus Bodmers Sicht auf dem Geißbühl sehr gut ausgestattet.
Hervorragend funktioniere auch die Koordination mit anderen Vereinen, wie etwa dem Fußballverein (FV) Meßstetten. „Die Terminabsprache, wer wann und wo auf dem Platz trainiert, funktioniert reibungslos.“ Auch parallele Trainingseinheiten seien kein Problem: Während der FV etwa auf dem Kunstrasenplatz spielt, trainieren die TSV Handballer einfach auf dem Platz daneben. Auf die Belegung von Halle und Lagerplatz hätten sich die Vereine ebenfalls ohne größere Debatten geeinigt.
Aus aus den Stadtteilen kommen Trainierende
Diesem Lob schließt sich Josef Los, Jugendleiter beim FV Meßstetten, an: „Das neue Sportzentrum Geißbühl ist ein wahres Schmuckstück, das auch von Sportlern aus den Meßstetter Stadtteilen genutzt wird.“ Einmal die Woche trainiert die FV-Jugend auf dem Geißbühl und ein weiteres Mal zusammen mit der Spielgemeinschaft Tieringen auf deren Rasenplatz.
Besonders vorteilhaft aus Sicht des Jugendleiters ist der Kunstrasen, auf dem aktuell unter anderem die aktive Jugend und die Bambini trainieren. „Ein natürlicher Rasen geht schnell kaputt und hat sich bis zum Frühjahr meist nicht so schnell erholt“, so Los.
Außerdem sind auf dem Kunstrasen bereits die verschiedenen Spielfelder markiert, was für die Vereinsmitglieder einen geringeren Organisationsaufwand bedeutet.
Nur wenige Kritikpunkte kommen Josef Los in den Sinn: „Bei großer Hitze heizt sich der Platz enorm auf. Aber den können wir mithilfe der Sprinkleranlage auf ein verträgliches Maß wieder herunterkühlen.“
Die Umkleide-Situation ist noch „suboptimal“
Zudem sind die Umkleidemöglichkeiten mit zwei Kabinen in der Halle derzeit sehr begrenzt, wobei Los einräumt, dass die Stadt Meßstetten diesen Punkt bereits ins Auge gefasst hat: Zu einem späteren Zeitpunkt soll auf dem Gelände ein Funktionsgebäude entstehen. Auch Patricia Bodmer vom TSV bewertet die derzeitige Toiletten- respektive Umkleidesituation als eher suboptimal – „aber eine Situation, mit der wir uns vorerst arrangieren können.“
Einen kleinen Wunsch hätten die Fußballer dann aber doch, und zwar überdachte Spielerbänke. Dieses Anliegen soll beizeiten mit der Stadtverwaltung besprochen werden.