Rottweil muss sich von einem weiteren, ganz besonderen Geschäft verabschieden.
Individuelle und besondere Schmuckstücke gibt es seit nunmehr 30 Jahren in der „Galerie für Schmuck“ in der Metzgergasse. Der rote Vorhang vor dem kleinen, aber feinen Laden in dem hübsch sanierten Stadthaus zieht unweigerlich die Blicke auf sich und lädt ein, sich umzuschauen.
Mehr Freiheit
Ab dem 12. Januar wird der Vorhang allerdings für immer geschlossen bleiben, denn der Goldschmied und Archäologe Thomas Schlipf schließt seine Galerie aus Altersgründen. „Ich möchte einfach mehr Freiheit und Freizeit haben“, begründet er seine Entscheidung.
30 Jahre lang hat er mit viel Ambition und Leidenschaft Schmuck selbst entworfen und gefertigt. Und auch sein Geschäft hat er immer mit großer Freude geführt – und das neben dem Hauptberuf als Archäologe und Grabungsleiter. Trotz Ruhestands ist Thomas Schlipf noch immer bei Ausgrabungen, beispielsweise in Hechingen, dabei und auch an anderen archäologischen Projekten beteiligt. „Aber ich möchte meine Aktivitäten ein wenig zurückfahren“, plant er.
Ab und zu eine Ausstellung
Den Laden und seine Werkstatt möchte er aber so erhalten, wie sie jetzt sind. „Ich arbeite noch für mich und fertige Schmuckstücke, die ich schon immer machen wollte, für die ich aber nie Zeit hatte. Und ab und zu mache ich dann mal eine Ausstellung“, informiert er. Er kann sich aber auch gut vorstellen auf Kundenanfrage den Laden zu öffnen. Thomas Schlipf möchte künftig zudem mehr reisen und unterwegs sein, ohne sich an Ladenöffnungszeiten binden zu müssen.
„Es war eine schöne Zeit und der Laden hat mir immer viel Spaß gemacht“, sagt er. Mit der Schließung geht wieder ein Stück Einzelhandelsgeschichte in der Innenstadt zu Ende. Der Laden hat letztmals am 11. Januar geöffnet.