Stellenweise wurde der Pflasterbelag in der Zimmerner Ortsmitte bereits mit Asphalt ausgebessert. Jetzt soll die gesamte gepflasterte Straßenstrecke asphaltiert werden. Foto: Weisser

Asphalt anstatt Pflastersteine in der Zimmerner Ortsmitte: Aus Lärmschutzgründen wird der immer wieder kritisierte und schon mehrmals ausgebesserte Straßenbelag nun definitiv ausgewechselt. Bis es zur Abstimmung gekommen ist, wurde fleißig diskutiert.

Nach etlichen Beratungen, Besichtigungen und intensiven Diskussionen in den vergangenen Jahren fasste nun der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen den entsprechenden Beschluss und folgte dem Vorschlag der Verwaltung.

 

Vor den Kommunalwahlen 2024 hatte man sich darauf geeinigt, dass das neu gewählte Gremium über diesen Punkt entscheiden soll. Von der Maßnahme mitbetroffen sind die Einfahrt und Ausfahrt am Postparkplatz. Auch diese Bereiche sollen nunmehr schwarz gemacht werden.

Lockere Steine

Im bisher gepflasterten Einfahrts- und Ausfahrtsbereich der Parkfläche hatten sich immer wieder Steine verschoben und gelockert, was von Gemeinderätin Ingrid Balke schon mehrmals moniert worden war.

Seit Jahren werde der Pflasterbelag in der neuen Ortsmitte durch den Durchgangsverkehr erheblich belastet, erklärte Bürgermeisterin Carmen Merz in ihrem kurzen Sachvortrag. Mehrmals seien Ausbesserungen durchgeführt worden. Im vergangenen Jahr habe der Bauhof an manchen Stellen das lose und beschädigte Pflaster ausgebaut und diese Bereiche mit Asphalt verfüllt. Angestrebt werde jedoch eine langfristige Lösung. Und dabei stehe der Lärmschutz im Vordergrund.

Lärm nervt Anwohner

Man hätte früher nie daran gedacht, so Carmen Merz, „dass der Pflasterbelag mal später zum Problem werden könnte“. Die Bürgermeisterin verwies auf den Lärmaktionsplan wie auf Gespräche mit Anwohnern des angrenzenden Wohn- und Geschäftshauses. Diese fühlten sich durch den vom Pflaster verursachten Lärm belästigt.

Das im Rahmen der Lärmaktionsplanung erstellte Gutachten habe den erhöhten Geräuschpegel bestätigt. Bei künftiger Sanierung sei der Einbau lärmmindernder Asphaltdeckschichten zu bevorzugen, lautete die Vorgabe an die Kommune.

Die günstigste Lösung

Die Lösung mit Asphalt sei im Vergleich mit anderen Optionen die günstigste und verursache den geringsten Lärm, rechnete die Verwaltung vor.

Die anschließende Debatte verlief annähernd so zäh wie Asphalt. Vermutlich lag es auch daran, dass die neuen Ratsmitglieder mit der Sachthematik noch nicht so vertraut waren. Es gab reichlich Wortmeldungen mit unterschiedlichen Ansichten.

Was Gemeinderäte sagen

Andreas Schobel („So leid es mir tut, wir müssen die Straße schwarz machen“) führte die Robustheit des Asphalts als Argument für den Pflasterausbau ins Feld, was von der überwiegenden Mehrheit so gesehen wurde.

Rätin Yvonne Mager („Ich fände Pflastersteine schöner“) erfuhr auf Nachfrage von Bauamtsleiter Georg Kunz, dass der Bauhof noch über genügend Steine für eine Ausbesserung zur Verfügung hätte.

Zusätzliche Wünsche

In der Diskussion wurden zusätzliche Wünsche oder Anregungen geäußert. Andreas Schobel schlug vor, die Hinweisschilder für den Behindertenparkplatz zu erhöhen.

Jeanette Hartmann plädierte für einen weiteren Zebrastreifen. Der vorhandene würde kaum genutzt, wandte sie ein. Man prüfe dies im Rahmen des Planungsauftrags, versicherte die Rathauschefin.

Winfried Praglowski erinnerte das Kollegium daran, „dass wir immer noch Tempo 20 erreichen sollen“.

Und: Mit Bodenmarkierungen auf dem Gehweg im Bereich der Kurzzeitparkplätze möchte man die Fußgänger schützen.