Das erste Tragseil der Hängebrücke zieht sich jetzt über das Neckartal in Rottweil. Foto: Otto

Schritt für Schritt dem Nervenkitzel entgegen: Bei der Hängebrücke ist jetzt das erste Tragseil gezogen worden. Wir wissen, wie es weitergeht und wann man drüber laufen kann.

Beim Blick ins Neckartal hinüber aufs Berner Feld ist jetzt fast jeden Tag Neues zu entdecken. Und der jüngste Schritt fällt ganz besonders ins Auge: Ein rund acht Zentimeter dickes Tragseil der Hängebrücke spannt sich jetzt vom Bockshof bis zum Pylon hinüber.

 

Imposant ist das nicht zuletzt deshalb, weil sich jetzt erstmals richtig der Verlauf der Hängebrücke sichtbar in die Landschaft zeichnet. Oben am Pylon ist das Seil nach hinten zu den Fundamenten abgespannt, am Bockshof ist eine komplizierte Spann-Konstruktion hinter der Bau-Bretterwand zu sehen.

Drei weitere Seile folgen

Ziemlich zart und unscheinbar war dagegen das erste Führungsseil aus Hanf, das Anfang November per Hubschrauber über das Neckartal gezogen worden war. Die Brücken-Tragseile selbst wiegen rund 27 Tonnen, drei weitere werden folgen. Diese Arbeiten ziehen sich bis in den Januar hinein, wie Projektleiter Roland Haag erklärt.

Sind alle vier Tragseile gespannt, werden an diesen dann Seilabhängungen montiert und im nächsten Schritt die vormontierten Gitterroste vom Bockshof her eingeschoben.

Drüber gehen schon vor der Eröffnung?

Der Eröffnungstermin der Hängebrücke steht inzwischen fest: Von 24. bis 26. April wird das große Ereignis gefeiert. Mancher könnte aber in den Genuss kommen, schon früher über die Brücke zu laufen. Denn: Um alle Abläufe vor Ort zu testen – Ticketautomat, Drehkreuze, Zugänge und mehr – wird es laut Roland Haag nach derzeitiger Planung vorab ein „Soft Opening“ geben. So ist man bei den erfahrenen Brückenbauern auch bei früheren Projekten vorgegangen.

Bis dahin wird es aber überm Neckartal in Rottweil noch viel zu sehen geben.