Die Wyhlener Narren haben den Buzzemummel wieder zum Leben erweckt. Foto: Heinz Vollmar

Weil die Hochrheinhalle nicht benutzbar ist nach Grenzach ausweichen? Für die Narren aus Wyhlen undenkbar. Lieber quetschten sie sich im katholischen Gemeindehaus zusammen.

„De Narr triebt’s bunt, egal was chunnt“ - mit einem dreifachen „Rolli-Dudel“ hat die Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen am Dreikönigstag die Fasnachtskampagne 2026 eingeläutet. Den Start in die „fünfte Jahreszeit“ feierten die Narren von Wyhlen erstmals im katholischen Gemeindehaus, dies ausgelassen und in absoluter Fasnachtslaune. Denn die Hochrheinhalle ist derzeit nicht benutzbar.

 

Wyhlen-West? Bloß nicht!

Mancher Teilnehmer wunderte sich dennoch über die Ortswahl, denn im katholischen Gemeindehauses ging es doch recht eng zu. Grundsätzlich hätte das Haus der Begegnung in Grenzach für den Fasnachtsauftakt der Wyhlener Narren zur Verfügung gestanden, hieß es. Doch diese „Blöße“ wollte man sich dann doch nicht geben. Ein Fasnachtsauftakt der Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen in Grenzach alias „Wyhlen-West“ wäre nahezu unmöglich, war zu hören. „Ein Wyhlener Narr gehört eben auch beim Fasnachtsauftakt nach Wyhlen“, lautete die einhellige Meinung der vielen großen und kleinen Fasnächtler in der Druggete des katholischen Gemeindehauses. Sie wollten mit einer Grenzacher Location keinesfalls einen „Stilbruch“ begehen.

Das Wyhlener Narrenvolk quetschte sich am Dreikönigstag in den katholischen Gemeindesaal. Foto: Heinz Vollmar

Narren treiben es bunt

Der fasnächtlichen Hochstimmung tat dies jedenfalls keinen Abbruch und es wurde gefeiert und gesungen, was das Zeug hält, so auch beim Erwecken des Buzzemummels, den in diesem Jahr die Nasenrümpfer-Hexen-Clique zur fasnächtlichen Symbolfigur auserkoren hatte. Für die Dunnerloch-Zotteli verkündeten Sarah Lucht, Lea Braun und Alexander Drechsle das fasnächtliche Motto: „De Narr triebt’s bunt, egal was chunnt“.

Sie unterwarfen dem Motto nicht nur die große und kleine Politik, sondern auch die Sehnsucht nach einer intakten Hochrheinhalle, um dort wieder unter Normalbedingungen Fasnacht feiern zu können.

Für die Dunnerloch-Zotteli verkündeten Sarah Lucht, Lea Braun und Alexander Drechsle das fasnächtliche Motto: „De Narr triebt’s bunt, egal was chunnt“. Foto: Heinz Vollmar

„Wasser us em Bode druckt, und ich weiß, es klingt verruckt, keine weiß, wo chunnt’s bloß her, die Spezialischte duen sich schwer.“ Doch auch Mut verbreiteten die Zotteli mit den Worten: „Im Chaos trotze statt motze, gege de Fruscht, mit Freud un Luscht, chunnt’s dr komisch vor, nimms mit Humor:“

Zu den weiteren Höhepunkten zählten beim Fasnachtsauftakt der Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen die Vorstellung der „Kraftwerk Bieschter“ als neue Wyhlener Fasnachtsclique sowie die traditionellen Ehrungen (wir berichten noch).