In der Schreinerei Züfle bekamen die ehrenamtlichen Helfer und das Gartenschauteam um Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen (Sechste von links) einige Informationen von den Fachleuten Lukas Züfle (links) und Robert Züfle (rechts). Foto: Monika Braun

Nicht nur die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn, auch die „Tal X“-Bank hat im vergangenen Jahr eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Und die geht noch weiter.

Die eigens für die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn gefertigten Sitzbänke waren ein praktischer Hingucker im „Tal X“. Von den Besuchern wurden sie gerne genutzt – auch als Fotomotiv auf den Ausstellungsflächen oder an Bushaltestellen.

 

Wegen der großen Nachfrage werden die Bänke nun in Zusammenarbeit mit der Schreinerei Robert Züfle von ehrenamtlichen Helfern nachgebaut. „Die Nachfrage war gigantisch, daher haben wir uns entschieden, nochmals 280 Stück zu fertigen“, erklärt Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen. Kurz nach der Bekanntgabe sei auch diese Stückzahl schon wieder vergriffen gewesen. Obwohl die Bänke per Vorkasse bezahlt werden mussten, habe es keinerlei Probleme gegeben.

Und so herrscht in der Schreinerei Züfle derzeit Hochbetrieb. Die fünf Einzelteile für jede Bank werden dort auf den hoch technisierten Zuschnitt- und Fräsmaschinen produziert. „Wir brauchen rund 30 Minuten pro Bank und müssen am Ende noch in Handarbeit nacharbeiten“, erklärt Juniorchef Lukas Züfle.

Züfle empfiehlt Anstrich

Die verleimten Dreischicht-Platten aus Fichtenholz wurden in einer Breite von 1,25 und einer Länge von fünf Metern angeliefert. In verschiedenen Arbeitsschritten entstehen nun die Holzteile. Besonders die klappbaren Füße der Bänke mit dem „Tal X“-Schriftzug müssen nicht nur aufwendig ausgefräst, sondern am Ende auch mit der lesbaren Seite montiert werden.

Da die Bänke unbehandelt ausgeliefert werden, empfiehlt Robert Züfle einen Anstrich, um die Haltbarkeit der Sitzgelegenheit zu verlängern. „Man muss die Bank nicht streichen, aber ich würde sagen, es wäre besser“, so der Seniorchef.

In der Schreinerei werden die fünf Einzelteile für jede Bank werden auf den Zuschnitt- und Fräsmaschinen produziert. Foto: Monika Braun

„Wir freuen uns sehr, dass wir vier ehrenamtliche Helfer gefunden haben, die nun anfangen, die Bänke zusammenzubauen“, sagt Cornelia Möhrlen. Herbert Klumpp, Rolf Günther, Joachim Frey und Günter Braun werden in den kommenden Tagen in den Montagehallen der Firma Fenster Morlok die Produktion der Bänke weiterführen.

Ein Stück Gemeinschaft

„Wir sind sehr dankbar, dass uns Bernd und Jürgen Morlok erlauben, in der Halle zu montieren, und auch die Abholung wird hier erfolgen“, so die Geschäftsführerin weiter. Wahrscheinlich könnten die ersten Bänke Mitte oder Ende Februar abgeholt werden. „Mit der Bank haben dann viele eine Erinnerung an die Gartenschau zu Hause“, erklärt Möhrlen. „Uns war es wichtig, nach der großen Nachfrage beim Abverkauf noch einmal eine entsprechende Möglichkeit zu schaffen.“

Genau wird besprochen was die Ehrenamtlichen Günter Braun, Rolf Günther, Herbert Klumpp und Joachim Frey (von links) noch machen müssen, um die Bank zusammenzusetzen. Foto: Monika Braun

Günter Braun ergänzt, dass auch die Produktion durch die ehrenamtlichen Helfer, die schon während der Gartenschau aktiv waren, ein Stück weit Nachhaltigkeit und Gemeinschaft bedeute. Ähnlich sieht es Rolf Günther. Die Gartenschau habe auch die Gemeinschaft gestärkt, die ehrenamtlichen Helfer seien weiter in gutem Kontakt. „Wir freuen uns auf das Montieren, wir sind ein gutes Team und werden bestimmt viel Spaß haben“, meint Günther.

Die Gartenschaubank ist 150 Zentimeter lang, 36 Zentimeter breit und 53 Zentimeter hoch. „Wir verleimen die Teile und liefern die Schrauben mit, so dass zu Hause dann noch die endgültige Verschraubung vorgenommen werden muss“, erklärt Herbert Klumpp.

Die Kleinteile werden vom Team der Gartenschau vorsortiert und in die von der Firma Colordruck Baiersbronn gespendeten Verpackungen gelegt, so dass jeder Bank auch ein kleines Montagepäckchen beigelegt wird.