Vor allem in der Waldmössinger Ortsmitte ist der Mobilfunkempfang schlecht. Ein neuer Sendemast soll Verbesserung bringen. Doch darüber, ob die Entscheidung über den Standort nochmals im Ortschaftsrat hätte abgesegnet werden müssen, gibt es unterschiedliche Ansichten. Ortsvorsteher Reiner Ullrich sagt nein. Foto: Stephan Wegner

Seit Jahren liegen Teile Waldmössingens einem Mobilfunkloch. Dies soll anders werden, doch hinsichtlich des Maststandorts gab es jüngst Differenzen. Allerdings widerspricht Ortsvorster Reiner Ullrich der Behauptung, der Ortschaftsrat sei übergangen worden.

Wie der Waldmössinger Ortsvorsteher im Nachgang er Sitzung gegenüber der Redaktion mitteilt, habe die Verwaltung den Pachtvertrag mit der Deutschen Telekom noch in der Amtszeit des alten Ortschaftsrats unterzeichnet.

 

Da es sich hierbei um eine Wertigkeit von weit unter 10 000 Euro handle, läge die Entscheidung alleine bei der Ortsverwaltung, informierte er über die Zuständigkeit.

Der alte Ortschaftsrat habe der Verwaltung den Auftrag erteilt, für eine Verbesserung des Mobilfunknetzes besonders in der Ortsmitte zu sorgen und habe dem Standort Kirchberghalle zugestimmt. Nachdem er (Ullrich) in der Januar-Sitzung 2024 bekannt gegeben habe, dass auf der Kirchberghalle aus statischen Gründen ein Mobilfunkmast nicht realisiert werden könne, sei nach Alternativen gesucht worden.

Der städtische Tiefbauamtschef Konrad Ginter habe danach mit der Telekom in der Nähe der Kastellhalle zwei mögliche Standorte gefunden. Einer davon sei ausgeschieden, da ein angrenzender Grundstückseigentümer nicht bereit gewesen sei, eine erforderliche Baulast zu unterschreiben. Somit sei dann klar gewesen, dass nur noch ein Standort infrage komme.

„Dem Rat bekannt“

Dies alles, so Ullrich, sei dem alten Ortschaftsrat bekannt gewesen, also hätte es auch Adrian Schmid und Sabine Munz bekannt sein müssen, die als einzige auch Mitglied des neuen Ortschaftsrats seien.

„Nur ein Standort möglich“

„Wenn nur noch ein Standort übrig bleibt, braucht es keinen erneuten Beschluss darüber. Und der Auftrag an die Verwaltung, für eine Verbesserung des Mobilfunknetzes zu sorgen, wurde nicht zurückgezogen. Von daher sehe ich es nicht so, dass der [neue] Ortschaftsrat bei diesem Thema übergangen wurde“, betont der Ortsvorsteher.