Mehr als 100 Notrufe erreichten Feuerwehr und Rotes Kreuz in der Silvesternacht zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr am Neujahrsmorgen. 21 Mal rückte der Notarzt aus, 27 Mal der Rettungswagen, 18 Mal die Feuerwehr.
Die Kreisbrandmeisterstelle und der DRK-Kreisverband haben eine erste Bilanz der Silvesternacht gezogen: „Im Gegensatz zu den letzten Jahren war an diesem Jahreswechsel im Zollernalbkreis einiges geboten“, schreibt der stellvertretende DRK-Vorsitzende Dietmar Dieter.
Vier Disponenten hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Brände und Notfälle im Zeitfenster von Silvester ab 18 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um 8 Uhr zu bewältigen. „Gerade die erste Stunde im neuen Jahr hatte es in sich“, berichtet Dieter.
54 rettungsdienstliche Einsätze und zusätzlich 20 Krankentransporte dokumentierten die Mitarbeitende um den Fachbereichsleiter Alwin Koch, der wie in den Vorjahren den Jahreswechsel in der Integrierten Leitstelle verbrachte.
18 Mal mussten die Feuerwehren ausrücken
Überdurchschnittlich war die Anzahl der Feuerwehreinsätze über die Jahreswende: 18 Mal alarmierte die Integrierte Leitstelle die örtlichen Feuerwehren.
Die Anlässe waren vielfältig: Abgebrannte Feuerwerksbatterien oder brennender Müll verursachten für Einsätzen in vielen Städten und Gemeinden.
Ein Kellerbrand in einem Ebinger Mehrfamilienhaus sowie ein Kellerbrand in Hechingen sorgten für Aufsehen. Brennende Hecken gab es in Balingen, Streichen und Täbingen. Die Freiwillige Feuerwehr Winterlingen und Straßberg unterstützten den Rettungsdienst mit einem Hubrettungsgerät.
Schwere Handverletzung durch Böller
In Bisingen war nach Mitternacht eine schwere Verletzung Anlass für einen Hubschraubereinsatz: Ein 38-Jähriger hatte einen Böller in der Hand gezündet und sich schwer verletzt. Mit dem Rettungshubschrauber kam er in eine Spezialklinik.
Mit 21 Notarzt- und 27 Rettungswagen-Einsätzen kam laut Dieter der Rettungsdienst an seine Grenzen: „In der ersten Stunde nach Mitternacht waren allein 13 Rettungsdiensteinsätze, von 23 bis 2 Uhr waren es rund 50 Anrufe.“
„Auffällig viele Stürze“
Zeitweilige Unterstützung kam durch die Bereitschaften Balingen und Geislingen. In 30 Fällen rückten die „Helfer vor Ort“ der lokalen DRK-Bereitschaften aus, um die Zeit zwischen Notfall und Eintreffen des Rettungsdiensts zu überbrücken.
„Wir hatten auffällig viele Stürze, die in der Nacht versorgt werden mussten“, berichtet Alwin Koch. „Verbrennungen nach Böllerschüssen beschäftigten uns zudem.“