Mit dem obligatorischen Maskenabstauben und der Hästaufe startete die Narrenzunft Baiersbronn auf dem Rosenplatz in die neue Saison. Zeitweise verfolgten mehr als 200 Besucher das närrische Treiben.
Als Vorsitzender der Narrenzunft begrüßte Stefan Rehberg zum Saisonstart zahlreiche Gäste aus nah und fern zur Hästaufe auf dem Rosenplatz.
Die Narrenzunft Baiersbronn startet nun so richtig durch. Sie hat sich bis Aschermittwoch, 5. März, einiges vorgenommen. Insgesamt sind 21 Ausfahrten mit dem Bus sowie zwei Ausfahrten mit dem Zug (nach Freudenstadt und Dornstetten) geplant. Die entfernteste Station wird in dieser Saison Ettenheim im Ortenaukreis sein. Aktuell zählt die Narrenzunft 100 Mitglieder, von denen derzeit 50 aktiv dabei sind.
Punkt 18 Uhr kamen die Freudenstädter Hexa-Heuler mit Pauken und Trompeten auf die Bühne. Mit fetzigen Rhythmen belegten die Guggamusiker ihre Klasse. Besonders gut an kam der Hit „ In the End“.
Neue Stücke einstudiert
Der Auftritt der Hexa-Heuler zeigte auch, dass sie in der Fasnetspause wieder neue Stücke einstudiert haben. Sie bieten nicht nur für überzeugte Narren einen Hörgenuss. Dazu trägt auch Timo Gaiser, der musikalische Leiter der Hexa-Heuler bei, der es versteht, seine Truppe immer wieder zu weiteren Erfolgen zu führen.
Nach einem dreifachen „Narri-Narro“ betrat Bürgermeister Michael Ruf die Festbühne. Er wünschte der Narrenschar eine glückselige Fasnet. Rehberg ging im Gespräch mit Ruf darauf ein, dass sich die Narrenzunft Baiersbronn eventuell einen Narrentag bei der Gartenschau im „Tal X“ vorstellen könne.
Narrensamen mischt mit
Der Narrensamen trug die Sage über die Flößer und die Murgschmoddler vor. Denn im Murgtal, insbesondere in Baiersbronn, war die Flößerei ab dem 15. Jahrhundert ein weit verbreitetes Handwerk. Mancher Strudel musste damals bewältigt werden. Auch die Köhlerhexe wurden von der Jugend vorgestellt. Im Anschluss wurden die Masken aus dem Sommerschlaf erweckt und mit einem großen Staubwedel abgestaubt.
Rehberg mixte gemeinsam mit weiteren Narren einen schaurigen Narrentrank zusammen. Bei der Taufe assistierten ihm Chris Günter und Marc Mülkens. Die Mischung aus Bier, Schnaps, Milch, Zwiebeln, Knoblauch, Haferflocken, Erbsen, Tabasco und Kümmel hatte es in sich. Aber da musste jeder der Täuflinge durch.
Als neue Hexen sind nun Anita Grosek, Christian Grosek, Tina Rupp, Madeleine Weisser, Marius Mayer, Kaddy Günter, Tobias Haizmann und Nikola Pandurovic dabei. In die Riege der Murgschmoddler stiegen Marco Günter und Sabrina Brenner auf. Als Flößer ist nun Annette Rehberg unterwegs.
Kondition ist in der langen Fasnetssaison gefragt. Das erste Mal organisiert die Narrenzunft Baiersbronn am 8. Februar eine Kinderfasnet in der Schwarzwaldhalle. Am 28. Februar findet die Narrenkirche in der Katholischen Kirche statt, nachdem am 27. Februar Rathaus gestürmt wurde.