Der Wälder-Zauber zieht in diesem Jahr alle Register und punktet mit seinem vielfältigen Angebot aus Kulinarik, Musik, Kinder-Kino, Kunsthandwerk und Selbstgemachtem.
Da sind ja kaum Besucher, mag sich manch einer gedacht haben, der am Samstagnachmittag zum Wälder-Zauber rund um die Tantenmühle kam. Ein Trugschluss, denn die Leute drängten sich im Hof hinter dem Anwesen.
Dort herrschte eine regelrechte „Druggete“, als erstmals der Schulchor unter Leitung von Schuldirektor Andreas Schurig auftrat. Es war unbestritten das Highlight des Marktes.
Mit viel Schwung und Gitarrenbegleitung sangen die Schüler der Grundschule Marzell, alle mit Nikolausmützen ausgestattet, fetzige Weihnachtslieder und gaben ihren Schulchor-Rap zum Besten. Da war Mitschwingen, Mitsingen und Klatschen angesagt.
Die tolle Performance des Chors, der erst seit rund zweieinhalb Monaten besteht, wurde mit großem Applaus gefeiert. Im Anschluss spielten die Jungmusiker des Jugendorchesters, die ebenfalls zahlreiche Zuhörer versammelten und sich über den wohlverdienten Applaus freuten.
„Ein toller Markt, mir gefällt das Ambiente hier sehr gut, vor allem, dass es draußen stattfindet“, erzählt eine Besucherin, die mit ihren Freundinnen von auswärts gekommen war. Erstmals gab es in diesem Jahr zum bewährten Essensangebot Marktstände, die in und um die Scheunen und Ställe ihre Waren anboten. Von geflochtenen Körben über Weihnachtsdekoration, von Schmuck bis zu Gebrauchsartikeln aus Holz, Konfitüren, Honig, Sirup, Gestricktes und Gehäkeltes reichte das Angebot.
Die Ställe, in denen sich Cocktailbar und Marktständige befanden, waren zu beiden Seiten geöffnet und führten zum Innenhof, dort befanden sich weitere Stände. Der Markt bot viel Platz für die Stände, es gab ausreichend Stehtische zum Verweilen, Treffen, Austauschen.
Den Nachmittag hindurch herrschte ein reges Kommen und Gehen. Für die jüngsten Besucher bot das Kinder-Kino lustige Weihnachtsfilme. In der Mühle lud das adventlich geschmückte Mühli-Stübli zu Kaffee und Kuchen ein.
In der Backstube wurden Flammwaie gebacken, es gab Frühlingsrollen und Glasnudeln, Kartoffelsuppe und Grillwürste. Noch vor Marktschluss war das Essen restlos ausverkauft. Natürlich durfte der Glühwein nicht fehlen, gut gefragt waren bei den warmen Temperaturen auch Cocktails aus der Cocktail-Bar.
Der Erlös aus der Kaffeestube wird wie jedes Jahr für ein Projekt im Dorf gespendet. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Markts, freute sich Roswitha Osswald-Vollbrecht, die den Markt mit ihrem bewährten Helferteam organisierte.