Sonja Kindler hält ihr neues Buch in der Hand. Ein weiterer Fall für Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner im Schwarzwald. Foto: Niklas-Marco Dinauer

Die Blumberger Autorin Sonja Kindler schreibt eine spannende Reihe mit fiktiven Morden an Orten in heimatlicher Umgebung. Im normalen Leben ist sie Werkstoffanalytikerin.

Mord, Blut und die Leiche einer 15-Jährigen im Schwarzwald. Das ist zum Glück nur Fiktion in dem neuen Buch von Sonja Kindler.

 

Der neueste Kriminalroman der Blumberger Autorin ist Ende Februar veröffentlicht worden und das siebte Buch, das aus ihrer Feder stammt. „Schwarzwälder Treibjagd“ ist zudem der vierte Schwarzwaldkrimi mit der fiktiven Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner. Die Bücher rund um die Ermittlerin haben laut Kindlers Verlag schon einige tausend verkaufte Exemplare erzielt.

Von Krimis angetan

Alle Bücher dieser Reihe spielen in Kindlers Heimat, dem Schwarzwald. Wie kam die zweifache Mutter dazu, nebenberuflich Bücher zu schreiben, die von Mord und Totschlag in ihrer eigenen Heimat erzählen? „Ich liebe Krimis“, sagt Kindler schmunzelnd. Sie habe schon in früher Kindheit begonnen, viel zu lesen. Und am meisten habe es ihr das düstere Genre angetan.

„Ein Mord kann überall passieren. Hinter die Kulissen kann man nie sehen“, erklärt die Schriftstellerin auf die Frage, weshalb sie Morde in ihrer Heimat beschreibt. Kindler fing auch schon früh an, selbst kurze Geschichten zu verfassen. Sie habe beispielsweise als Kind den Start einer Rakete in zwei ganzen Seiten beschrieben. Einfach, um den Moment mit Worten einzufangen und das Formulieren zu üben.

Sonja Kindler lebt seit ihrer Kindheit in Blumberg und arbeitet als Werkstoffanalytikerin bei einem Metall verarbeitenden Betrieb. Sie schreibt Bücher lediglich als ausgleichendes Hobby. Ein Wettbewerb für Nachwuchsautoren motivierte sie schließlich, ein ganzes Buch zu schreiben und dann auch zu veröffentlichen.

Mit Schriftstellern vernetzt

Ihr heutiger Verlag, Oertel und Spörer, sei auf regionale Geschichten spezialisiert. Dem Verlag fehlten noch spannende Bücher aus dem Schwarzwald, so Kindler. Ihre Bücher spielen in ihrer Heimat, an Orten, die man fast alle besuchen kann. Die Autorin ist auf der Onlineplattform „Lovely Books“ mit anderen Schriftstellern gut vernetzt und bekam anfangs viele hilfreiche Tipps, erinnert sich die 61-Jährige. In ihrem heutigen Verlag fühle sie sich wohl und gut vertreten. Er sei ihre „schriftstellerische Heimat“.

Das Cover des neuen Buches „Schwarzwälder Treibjagd“. Foto: Oertel+Spörtel Verlag

Aktuelle Themen im Blick

Kindler arbeitet ein bis eineinhalb Jahre an einem Buch. In dieser Zeit schreibt die Blumbergerin nicht nur, sondern plant ihr Buch im Voraus ausführlich. Die Autorin möchte stets aktuelle Themen behandeln, die auch einen Bezug zu ihrer Heimat haben. „Ich sehe meine Figuren und beobachte, was sie machen, und versuche das dann in Worte zu fassen“. Als Richtwert gebe ihr Verlag ihr in etwa 400 000 bis 450 000 Zeichen vor. Vom fertigen Manuskript bis zum gedruckten Buch dauert es ein halbes Jahr.

Sonja Kindler liest am Freitag, 14. März, ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek Blumberg aus dem Krimi. Die Rückmeldungen aus ihrer Heimat fallen sehr positiv aus und freuen die Autorin am meisten.

Ihre Bücher

Krimireihe
Die vier erschienenen Titel von Sonja Kindler sind: „Im Schwarzwald geht der Tod um“ (2019); „Schwarzwälder Hundstage“ (2022); „Schwarzwaldfrost“ (2023); und „Schwarzwälder Treibjagd“ (2025). Im neuesten Buch sind Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner und Kollegin Emma schockiert, als sie zur Leiche eines 15-jährigen Mädchens auf der Kuppe des Fürstenbergs gerufen werden. Während der Ermittlungen wird klar, dass sich die Umweltaktivistin mit ihren Aktionen nicht nur Freunde gemacht hat. Doch mögliche Spuren laufen ins Leere.