Konzert in Neuer Tonhalle Villingen
: So feiert das Publikum Andy and Friends

Ein Feuerwerk einer Mischung aus sinfonischer und unterhaltsamer Blasmusik zündeten Andy & Friends in der ausverkauften Neuen Tonhalle in Villingen.
Von
Rainer Bombardi
Oberndorf
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Dirigent Andreas Hirt ist stolz auf sein Projektorchester, das von Anfang bis Ende das Publikum in der Neuen Tonhalle in Villingen begeistert.

Rainer Bombardi

Nach 2004, 2009 und 2022 war es der vierte Auftritt des Projektorchesters, das sich aus 60 Musikerinnen und Musikern aus den Musikvereinen und Kapellen des gesamten Landkreises und darüber hinaus zusammensetzten.

Der Hörgenuss, den das Publikum erlebte, war das Resultat eines Treffens aller Orchestermitglieder im Juli, das alleinige Einstudieren der damals ausgewählten Partituren und zweier intensiver gemeinsamen Probenwochenenden.

Von Beginn an führte Dirigent Andreas Hirt sein Orchester im Stil eines Maestros durch einen anspruchsvollen sinfonischen ersten Teil, der drei epische Stücke beinhaltete. Andy & Friends luden mit dem ersten Takt zu einer Reise um die Welt ein, die in mediterraner Stimmung auf Sardinien begann.

Das Orchester brachte in seiner Interpretation des Konzertwerks „Xenia Sarda“ das farbenfrohe und temperamentvolle Leben auf der italienischen Insel energiegeladen zum Ausdruck.

Vielfältige Talente

In der folgenden Aufführung setzte Hirt der aufkommenden Ferienstimmung ein Ende, als er in einer gewaltigen siebenteiligen Suite durch eine Komposition leitete, die unter dem Titel „Candida Saga“ in die Zeit der Hexenjagd entführe. Das Blasorchester nutzte die Chance, um in unterschiedlichen Stimmungsbildern und Impressionen sein vielfältiges instrumentales Talent zum Ausdruck zu bringen.

Vereinzelte Gesangsbegleitungen, die an die Zeit der Gregorianik erinnerten, bereicherten das Werk. Auf dem „Geisterschiff“ ging es mit einer sinfonischen Fantasie in die Pause.

Aus 007-Filmen

Dirigent Hirt hatte das Konzert so konzipiert, dass sich die monumentale Stimmung aus dem ersten Konzertpart auf den zweiten übertrug. Dieser bewusst auf unterhaltsamere Blasmusik konzentrierte Teil begann mit einer anspruchsvollen Zusammenstellung bekannter Melodien aus der cineastischen Hochzeit der „Star Wars“-Filme. Von der Saga aus der Reise ins Weltall entführten Andi & Friends mit einem Medley an Melodien aus Filmen des Geheimagenten 007 auf die britische Insel.

Die Dörr-Brüder Eric (links) und Carsten bringen gemeinsam mit dem Projektorchester mit einem Medley der selten aufgeführten Lieder der einstigen Brigachtaler Kult-Band Egon & Co. das Publikum Halle zum Toben.

Foto: Rainer Bombardi

Dort begann die große Zeit des Orchestermitglieds Matthias Bucher. Nahezu alle Stücke der zweiten Konzerthälfte waren Arrangements des Villinger Musikers, der gemeinsam mit Florian Glatz je eine Konzerthälfte moderierte. Gesangssolist Alexander Gambin bereicherte den Beitrag „Evermore“ aus dem Musical „Die schöne und das Biest“.

Im Folgestück riss der erst 14 Jahre alte Lionel Stern mit seinem Gesangsbeitrag zur Musik aus dem Film Hercules das Publikum von den Sitzen. Den Standing Ovations folgte zum Abschluss das nächste Highlight, als die Villinger Dörr-Brüder die orchestrale Aufführung eines Medleys der ehemals beliebten Brigachtaler Partyband Egon & Co. mit ihrem Auftritt bereicherten.

Es folgten zwei Zugaben, die das Publikum genauso enthusiastisch feierte wie das gesamte Konzert.

Projektorchester

Andy & Friends
ist ein Projektorchester von Andreas Hirt, dem Dirigenten des Jugendorchesters der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen. Der komplette Erlös aus dem selbst ernannten Konzert für den guten Zweck kommt der Katharinenhöhe Schönwald und der Jugendarbeit der Stadt- und Bürgerwehrmusik sowie der Stadtharmonie Villingen zu Gute.

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