Ein musikalisch anspruchsvolles und unterhaltsames Konzert präsentierte der Musikverein Empfingen.
Wie jedes Jahr eröffnete die Musikerjugend den Konzertabend. Und doch war es dieses Jahr etwas anderes, denn das vor einem Jahr neugegründete Jugendblasorchester Empfingen-Wiesenstetten unter der musikalischen Leitung von Carl-Michael Birk übernahm diesen Part.
In seiner Begrüßung brachte Sven Schneider zum Ausdruck, das der Musikverein ein musikalisch anspruchsvolles und unterhaltsames Konzert präsentieren darf. Dirigent Carl-Michael Birk habe dafür ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Die Jungmusiker hatten den Konzertabend mit dem Klassiker „Baker Street“ eröffnet.
„Baker Street“ erzählt von dem Gefühl in der Großstadt festzustecken, von Entfremdung und dem Drang einen eigenen Weg zu finden. Berühmt wurde das Stück vor allem durch sein markantes Saxofon-Riff.
Mal sanft, mal lebhaft
Mit dem Oberstufenstück „Celtic Flutes“ ging es weiter. „Celtic Flutes“ ist stark von Natur- und Lebensbildern inspiriert und lässt zwei Querflöten miteinander sprechen. Mal sanft und leise, mal lebhaft und tänzerisch, wechseln sich die Stimmungen ab.
Mit „Never Enough“ wollten sich die Jungmusiker offiziell verabschieden. Das Musical erzählt die Geschichte von P.T. Barnum, der im 19. Jahrhundert eine ganz neue Art von Show erschaffen hat und Menschen mit außergewöhnlichen Talenten eine Bühne gegeben hat.
Vom lang anhaltenden Beifall der Konzertbesucher verzaubert präsentierten die Jungmusiker als Zugabe „Pachelbel’s Christmas.“
Klang erzählt Geschichte
Die Aktiven begannen mit „Glorious Revolution“. Erinnert wird dabei an die glorreiche Revolution von 1688, einem entscheidenden Ereignis der britischen Geschichte. Der amerikanische Komponist Robert Sheldon lässt in deiner Musik die Stimmung eines gewaltigen, aber hoffnungsvollen Neubeginns aufleben. Kraftvolle Fanfaren, energische Rhythmen und lyrische Passagen zeichnen ein Klangbild, das Mut, Wandel und Aufbruch musikalisch spürbar macht.
Als nächstes nahmen die Musiker die Konzertbesucher mit auf eine Reise nach Südkorea. John Barnes Chance gelang es 1967 aus einem koreanischen Volkslied ein ganzes Orchesterwerk für sinfonische Blasorchester zu schreiben. „Variations on a Korean Folk Song“ war wegweisend für die Instrumentierung vieler Kompositionen.
Emotion und Temperament
Es folgte „Riverdance“. Es ist ein musikalisches und tänzerisches Ereignis, das die Kraft des Rhythmus mit der Eleganz des irischen Steppentanzes verbindet. Seit seiner Uraufführung hat „Riverdance“ mit donnernden Schritten, rasanten Tänzen und harmonischen Bewegungen die Welt erobert.
Nach der Pause ging es weiter mit „Olympic Fanfare & Theme“. Dieses Stück wurde für die olympischen Sommerspiele in 1988 von John Williams komponiert. Pulsierende Pauken, glänzende Trompetenstöße und epische, schon fast mystische Melodien - all das gehört zur Olympischen Fanfare.
Melodien der Welt
Danach folgte „Instant Concert“. Der Komponist Harold Walters verpackte hier 30 Melodien, die in Konzertprorammen auf der ganzen Welt zu finden sind.
Es folgte der Konzertmarsch „Mit Kraft und Herz“. Es ist ein Konzertmarsch, der Energie und Gefühl verbindet und vermittelt, dass Stärke und Herz gemeinsam wirken können.
Mit „Nena“ wollten sich die Musiker verabschieden. Dieses Arrangement beinhaltet die bekannten Lieder „99 Luftballons“, „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, „Leuchtturm“ und „Nur geträumt“. Dabei dachten sie wohl nicht an zwei Zugaben, die von den Konzertbesuchern mit lang anhaltendem Beifall verbunden gewünscht wurden.
Als Zugaben erfreuten die Musiker die Konzertbesucher mit„Egerländer Traum“ und „Sleigh Ride“.
Ehrungen
Verbandsehrungen
Wie jedes Jahr beim Jahreskonzert gab es auch dieses Jahr viele Ehrungen, die von Peter Kreidler für den Blasmusik-Kreisverband Freudenstadt und von Sven Schneider, MV-Vorsitzender, vorgenommen wurden. Das D1-Abzeichen erhielt Lenny Hils, die D3-Abzeichen Carlotta Welle und Josephine Welle.
Vereinsehrungen
Selma Hils und Max Killinger erhielten für zehn Jahre Mitgliedschaft die Bronze-Ehrennadel, Hannes Schäfer für 20 Jahre die Nadel in Silber. Andreas Welle ist seit 40 Jahren ein versierter Musiker. Er bekam die Ehrennadel in Gold mit Diamant und Urkunde. 50 Jahre aktiver Musiker ist Jürgen Buchal. Er bekam die Ehrennadel in Platin mit Urkunde. Die Verdienstmedaille in Silber bekam Matthias Brendle für seine 18-jährige Tätigkeit als Kassier.
Ehrung passiver Mitglieder
Timo Gaus, Harald Fettig, Matthias Baiker , Annette Trick sind seit 20 Jahren passive Mitglieder und wurden dafür ebenso geehrt wie Angelika Brindle (30 Jahre), Edgar Götz, Dietmar Hinger und Elmar Schmitt (40 Jahre). Für 50 Jahre passive Mitgliedschaft wurde Reinhard Gfrörer geehrt.