Nicht mal zwei Wochen bis der Startschuss für den Nordschwarzwald Triathlon ertönen soll und die Vorfreude und Spannung bei allen Beteiligten steigt. Die Großveranstaltung findet am 10. und 11. August statt und mehr als 400 Anmeldungen sind eingegangen.
Mitten im Nordschwarzwald kommt es zu einer Premiere, auf die viele Triathlon-Fans schon lange gewartet haben. Denn obwohl Spitzenathleten wie Laura Philipp oder Patrick Lange aus dem Ländle kommen, fand noch nie ein Triathlon über die lange Distanz im Südwesten statt.
„Baden-Württemberg ist das perfekte Bundesland für einen Triathlon“, sagt der Geschäftsführer des Veranstalters, der TriEvents Baden-Württemberg gGmbH, Gundolf Greule.
Viele Gewässer, wenig Ballungsräume, eine verkehrstechnisch ruhige Lage und eine wunderschöne Natur, die überzeugt, sind nur ein paar Punkte, die für eine Triathlonveranstaltung im Südwesten Deutschlands sprechen. „Wir freuen uns sehr, dass der Triathlon durch unsere schöne Stadt führt“, sagt Jürgen Großmann, Oberbürgermeister der Stadt Nagold.
Verbindendes Vergnügen
Man wolle den bekannten Vorbildern aus Frankfurt und Hamburg in nichts nachstehen und trotzdem eigenes Flair entfalten. „Der Triathlon wird Furore machen“, sagt sich der Oberbürgermeister selbstbewusst.
Der Sport und die Musik könne unkompliziert Menschen zusammenführen. Nicht nur touristisch solle damit die Region gefördert worden, sondern vor allem für die gesamte Bevölkerung ein möglichst verbindendes Vergnügen werden.
Dass es zu einigen Einschränkungen für die Bürger in der Region kommt, lässt sich bei einem sportlichen Ereignis dieser Größe nicht vermeiden.
3,8 Kilometern schwimmen, 180 Kilometern Rad, voller Marathon-Lauf
Der Triathlon über die Langstrecke besteht aus 3,8 Kilometern schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und einem vollen Marathon-Lauf.
Doch die Veranstalter sind mit der Unterstützung der örtlichen Vereine, Kommunen und Gruppen mehr als zufrieden. Entlang der Strecke wird es zum Beispiel eine Fanmeile vom Sportverein Pfrondorf-Mindersbach geben, in der Warter Ortsmitte richtet die Spielvereinigung Wart-Ebershardt eine Fanzone ein und am Wendepunkt der Radstrecke in Simmersfeld ist der TSV Simmersfeld präsent. Außerdem beteiligt sich der Bauwagen Oberriedt in Ebhausen und mitten in Zwerenberg ist die Spielvereinigung Berneck-Zwerenberg zusammen mit der Ortsgemeinschaft aktiv.
Helfer sind willkommen
Freiwillige Helfer sind natürlich immer willkommen zu den etwa 300 Streckenposten und 180 Helfern, die sich beim Volksmarathon entlang der Route verteilen. Insgesamt soll die Veranstaltung für alle Generationen etwas bieten und die Menschen zur Bewegung animieren.
Dominic Damrath, Bürgermeister der Gemeinde Seewald, sieht es als große Chance für die Region und hat große Erwartungen an das Landkreis überspannende Event. Er zeigt sich erfreut, dass der Schwimmabschnitt in der Nagoldtalsperre absolviert wird.
Zieleinlauf im Kleb
Dort erfülle die Wasserqualität höchste Standards, ganz im Gegensatz zu der Seine in Paris, wo der olympische Triathlon stattfinden soll.
Alle Beteiligten sind gespannt auf das bevorstehende Wochenende und wünschen sich neben optimalen Wetterbedingungen vor allem eine große Beteiligung der Zuschauer. Davon lebe das Ganze und mache es für die Sportler und Helfer hoffentlich zu einem einmaligen Erlebnis, erzählt Julia Heckmann, Vizepräsidentin des Triathlonverbands Baden-Württemberg.
Der VfL Nagold wird die Zuschauer beim Zieleinlauf im Kleb mit Essen und Getränken versorgen und der Badepark wird geöffnet haben. Zwei Foodtrucks werden vor Ort sein und es solle ein Fest für jedermann werden, so Philipp Baudouin, der Amtsleiter für Kultur, Sport und Tourismus.
Lokalmatadoren mit dabei
Die beiden Lokalmatadoren Nicole Müller und Julian Mutterer, die beide in der 2. Bundesliga starten, haben sich die Strecke schon mal vorher angesehen.
Sie freuen sich, so nahe ihrer Heimat zu starten und wünschen sich beide „eher 30 als 10 Grad“ beim Rennen. Der ehemalige Profi-Triathlet Mutterer sieht die Abfahrten als durchaus kompliziert und hat diese auch genauer studiert.
Alle zeigen sich über die Resonanz in der gesamten Region beeindruckt. Natürlich ist dies kein „Testlauf“, denn hierfür waren knapp 14 Monate Vorbereitungszeit notwendig. Es gehe darum, Netzwerke und Strukturen aufzubauen, um diesem Sportspektakel einen regelmäßigen Platz im Veranstaltungskalender der Region zu sichern, so Greule.