Bis die Hermann-Hesse-Bahn fährt, muss noch einiges passieren. Foto: Albert M. Kraushaar

Auf Hochtouren laufen die Bauarbeiten an der Hermann-Hesse-Bahn von Weil der Stadt nach Calw. Bis zur geplanten Inbetriebnahme ist aber noch einiges zu erledigen.

Abgeschlossen sind inzwischen die Arbeiten zur Errichtung der Einhausungs-/Trennwandprovisionen in und vor dem Tunnel in Hirsau und am Tunnel Forst. Am ZOB in Calw entstehen gerade der Bahnsteig und der Gleisunterbau.

 

Im Bereich von Weil der Stadt, Ostelsheim und Althengstett erledigen die Bauarbeiter gerade die Restarbeiten im Zusammenhang mit dem Gleisbau, teilte Valerie Nußbaum, Pressesprecherin des Landratsamtes Calw, auf Anfrage unserer Redaktion weiter mit. Darüber hinaus wird am Bahnsteig in Althengstett weitergebaut.

Am kommenden Dienstag, 3. September, beginnt die Anlieferung und die Montage der endgültigen Schienen. Momentan sind nur Bauschienen verbaut, war von Nußbaum zu erfahren. Diese Arbeiten erstrecken sich über rund zwei Wochen, teilte die Pressesprecherin des Landratsamtes zum Zeitplan mit.

Stopfmaschine kommt zum Einsatz

Ende September kommt dann noch einmal die Stopfmaschine zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es einige Restarbeiten am Parkhausneubau in Calw-Heumaden.

Im ersten Halbjahr 2025 werden die Stützwände im Einschnitt „Hau“ zwischen Althengstett und Calw-Heumaden saniert.

Von Mai bis September 2025 steht der Bau der endgültigen Fledermausschutzeinhausungen und der Trennwände auf dem Programm.

Für die Fledermäuse gibt es in den Gemeinden in der Nähe der Hermann-Hesse-Bahn einige weitere Schutzmaßnahmen. Aus diesem Grund schließt der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn entsprechende Verträge mit den betreffenden Kommunen ab. Die Städte und Gemeinden bekommen dafür als Ausgleich Geld. Allerdings hatte die Mehrheit des Gemeinderates in Bad Liebenzell noch Informationsbedarf angemeldet und den Vertragsabschluss mit dem Zweckverband vertagt.

Nach den Schutzbauten für die Fledermäuse steht der Probebetrieb der Hermann-Hesse-Bahn auf dem Programm. Zum Fahrplanwechsel soll im Herbst 2025 der Fahrgastbetrieb aufgenommen werden.

Erhebliche Mehrkosten

Stand jetzt kostet die Hermann-Hesse-Bahn mittlerweile insgesamt 164 Millionen Euro. Kürzlich war herausgekommen, dass das Projekt 43 Millionen Euro mehr kostet, als noch im Mai angenommen wurde.