Altensteigs Luca Eckhard (beim Wurf) hielt mit gewohnter Leidenschaft dagegen. Foto: Erwin Wasserbauer

Handball-Oberligist TSV Altensteig fand gegen den TV Ehingen keinen Weg zum Erfolg. Es krankte an mangelnder Präzision und Durchschlagskraft.

Es war ein Abend, der von Beginn an in eine Richtung lief, aus der der TSV Altensteig nicht mehr herausfand. Die Mannschaft geriet gegen den TV Ehingen früh unter Druck – und fand nie wirklich Zugriff auf die Partie.

 

Am Ende setzte es eine 23:28-Niederlage (11:14), die trotz eines etwas freundlicheren Endstands über weite Strecken ernüchternd verlief.

Dabei waren die Voraussetzungen keineswegs schlecht. Der TSV hatte sich gezielt auf den Gegner vorbereitet, doch auf der Platte machte sich die Qualität der Gäste schnell bemerkbar – allen voran durch Spielmacher Niklas Duffner.

Luca Eckhard hält dagegen

Während weite Teile des Spiels dem TSV entglitten, hielt vor allem Luca Eckhard mit gewohnter Leidenschaft dagegen. Sein Einsatz war einer der wenigen Lichtblicke in einer ansonsten gebrauchten Partie.

Der Start verlief denkbar ungünstig: Schnell lag Altensteig mit 0:4 zurück und fand offensiv überhaupt nicht ins Spiel. Während die Defensive phasenweise ordentlich stand, offenbarte sich im Angriff früh das zentrale Problem des Abends: fehlende Effizienz.

Zwar setzte sich Gabor Karap nach neun Minuten erstmals durch (1:4), doch Ehingen erhöhte postwendend auf 1:6 (12.).

Nach einer Auszeit von Trainer Alex Hils stabilisierte sich Altensteig zunächst und kam zwischenzeitlich näher heran (4:6, 16. / 9:11, 27.), ließ sich jedoch immer wieder ausbremsen. Trotz herausgespielter Chancen scheiterte der TSV zu häufig – nicht zuletzt am stark aufgelegten Ehinger Torhüter Daniel Beck, der den Gastgebern mehrfach den Zahn zog. So blieb Altensteig zwar in Schlagdistanz, verpasste es jedoch, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Mit einem Drei-Tore-Rückstand ging es in die Pause (11:14).

So läuft’s nach dem Seitenwechsel

Die Hoffnung auf Besserung nach dem Seitenwechsel erfüllte sich nicht. Zwar gelang es dem TSV weiterhin, sich Möglichkeiten zu erarbeiten und defensiv dagegenzuhalten, doch im Abschluss blieb man zu fehleranfällig. Hinzu kamen vermehrt Ballverluste im Spielaufbau, die Ehingen konsequent bestrafte.

Das sagt Alex Hils

„Wir gewinnen Bälle und schaffen es nicht, daraus Tore zu machen – im Gegenteil, wir laden den Gegner zu leichten Treffern ein“, analysierte Hils. Als Ehingen bis zur 46. Minute auf 13:24 davonzog, war die Partie frühzeitig entschieden.

Erst in der Schlussphase gelang es dem TSV, das Ergebnis noch etwas erträglicher zu gestalten. Positiv hervorzuheben: Tim Schweizer stemmte sich ab der 47. Minute mit sechs seiner insgesamt sieben Treffer gegen die Niederlage und setzte deutliche offensive Akzente.

Auffällig: Trotz klarer defensiver Ausrichtung der Gäste auf ihn kam der Rückraumspieler in dieser Phase immer wieder zu klaren Abschlüssen.

Dass der Gegner dabei über die gesamte Spielzeit hinweg einen klaren Plan verfolgte, bestätigte Ehingens Topscorer Duffner: „Unser Anspruch war es, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.“ Gleichzeitig zollte er dem TSV Respekt: „Die Altensteiger sind im Kollektiv wirklich stark und körperlich sehr präsent. Es ist nicht einfach, dagegen Lösungen zu finden – vor allem gegen die Nummer 15.“

Es geht in die Osterpause

Das Fazit der Gastgeber wog deutlich schwerer. „Der Spielverlauf sieht am Ende vielleicht noch knapp aus, war aber insgesamt sehr ernüchternd für uns“, bilanzierte Hils.

Für den TSV geht es nun in die Osterpause – Zeit, um die richtigen Schlüsse aus einer Partie zu ziehen, in der man nicht das zeigen konnte, was man sich vorgenommen hatte.

Die dritte Mannschaft des TSV Altensteig feierte in der Bezirksliga einen deutlichen 40:29 (22:14)-Heimsieg gegen den HC Frittlingen-Balgheim-Neufra.