Es gibt personelle Veränderungen in der evangelischen Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinderatsvorsitzende Vera Bender setzt auf Ehrenamt und hofft, dass die Vielfalt der Angebote erhalten bleibt.
Das neue Jahr beginnt für die Evangelische Kirchengemeinde Burladingen mit einigen Veränderungen. Die sind hauptsächlich im personellen Bereich angesiedelt, haben aber auch Auswirkungen auf andere Bereiche. Befürchten, dass „der allseits geschätzte und beliebte“ Pfarrer Christian Schmitt die Gemeinde schon wieder verlasse, müsse aber niemand. Ganz im Gegenteil – Schmitt und der Kirchengemeinderat arbeiten gut zusammen und gingen Ende Februar in Klausur, um vor allem das Gemeindeleben etwas voranzubringen, sagt die Kirchengemeinderatsvorsitzende Vera Bender.
Der Jugendtreff kommt gut an
„Angebote stehen und fallen vor allem mit Ehrenamtlichen“, führt sie aus. Und in diesem Bereich gäbe es reichlich Luft nach oben. Sie selbst würde gerne ihren Frauentreff weiterführen, kann dies aber inzwischen aufgrund ihres Vollzeitjobs unter der Woche nicht mehr anbieten. Männervesper, Frauenfrühstück, Gemeindekaffee, all das sei also noch in der Schwebe.
Was Pfarrer Christian Schmitt aber schon mit reichlich Erfolg eingeführt hat, ist ein Jugendtreff für junge Leute von 14 bis 18 Jahren. Alle zwei Wochen trifft man sich samstags von 18 bis 20 Uhr im Jugendraum zum Chillen und für coole Aktionen.
Der Jugendtreff kommt richtig gut an
Kürzlich wurden gemeinsam mit Christian Schmitt und Leonie Herbig Graffities gesprüht und man hat alkoholfreie Cocktails gemixt. Die Jugendlichen können selbst Vorschläge machen, auf was sie Lust haben.
Was ebenfalls gut läuft, seien die von Kirchengemeinderat Uli Pahl immer mal wieder angebotenen Mittagstische. Direkt nach dem Gottesdienst im Gemeindesaal. Eingeführt wurde dieses Angebot vor knapp drei Jahren, als man die Gottesdienstzeit auf 11 Uhr verlegen musste, weil in der Vakanz hauptsächlich der Bitzer Pfarrer Thomas Gerold die Gottesdienste in Burladingen hielt. Also wurde die Anfangszeit auf 11 Uhr verlegt und wegen des Organisten, der ebenfalls in Bitz spielt, blieb es bis jetzt dabei.
Das alte Jahre endete mit einem personellen Aderlass
Mit großem Bedauern hat der Kirchengemeinderat in Burladingen dann aber im Oktober vergangenen Jahres seinen geschätzten Organisten Oliver Geiger verabschieden müssen, denn der hatte inzwischen eine Anstellung mit höherem Stellenumfang bei der Evangelischen Kirchengemeinde in Tailfingen angenommen. Auch die Assistentin der Gemeindeleitung, Ulrike Lebherz wurde schweren Herzens verabschiedet, hatte sie doch ebenfalls eine Anstellung mit höherem Umfang angenommen.
Das Jahr endete für die Evangelischen in Burladingen also ohne dringend benötigtes Personal wie Organist, Sekretärin, Mesner und Hausmeister.
Sekretärin und Assistentin gefunden
„Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, lacht Vera Bender. Die sechs Kirchengemeinderatsmitglieder und der Pfarrer, der kraft Amtes mit zum Gremium gehört, packen selbst mit an und lassen sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, versichert Vera Bender.
Die gute Nachricht zum Jahresbeginn: Eine Sekretärin und eine Assistentin der Gemeindeleitung wurden bereits gefunden. An der Besetzung von Organist, Mesner und Hausmeister sei man noch dran.
Und die wahrscheinlich beste Nachricht für die Kirchgänger: Seit dem Sonntag, 12. Januar, läuten die Kirchenglocken regelmäßig sonntags wieder früher, nämlich um 9.30 Uhr zum Gottesdienst und laden in die Versöhnungskirche in Burladingen ein. Und jeden letzten Sonntag im Monat ist Gottesdienst in der schönen kleine Kirche in Gauselfingen.