Organspende rettet Leben. Doch hinter jeder Transplantation steht eine ganz persönliche Geschichte. Das zeigt eine Ausstellung in den Kreiskliniken.
Genau diese Geschichten rückt die Ausstellung „Meine Geschichte – Der Organspende ein Gesicht geben“ in den Mittelpunkt, die am Mittwoch, 11. Februar, um 15 Uhr mit einer Vernissage in der Caféteria des Kreiskrankenhauses Lörrach (5. OG) eröffnet wird. Alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Aktiv aufklären
Die Ausstellung wurde von KiO Youth, dem Juniorteam der Kinderhilfe Organtransplantation e.V. (KiO), initiiert. KiO Youth ist eine bundesweite Gruppe junger Erwachsener ab 18 Jahren, die selbst eine Organtransplantation erfahren haben. Ziel der Ausstellung ist es, dem oft abstrakt wahrgenommenen Thema Organspende ein Gesicht zu geben – und Raum für persönliche Perspektiven, Dialog und Sensibilisierung zu schaffen.
Oberärztin Babette Jansen hat die Ausstellung in die Kliniken des Landkreises Lörrach geholt. In ihrer Funktion als Transplantationsbeauftragte erläutert sie: „Transplantationen dürfen nur an wenigen spezialisierten Kliniken in Deutschland durchgeführt werden. Die Organe jedoch stammen von Spendern aus Krankenhäusern wie den Kliniken des Landkreises Lörrach. Umso wichtiger ist es, dass wir das Thema Organspende präsent halten und hier aktiv aufklären.“
In eindrucksvollen Porträtaufnahmen des Fotografen Micha Neugebauer erzählen junge Organtransplantierte von ihrem Weg, ihrem Leben nach der Transplantation und ihrer Dankbarkeit gegenüber den Organspendern. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit Organspende aus einer sehr persönlichen und emotionalen Perspektive auseinanderzusetzen.
Halt und Orientierung
Gerade junge Menschen, die mitten im Leben stehen, setzen sich häufig nicht mit dem Thema Organspende auseinander. Wenn sie plötzlich selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sind, verändert sich ihr Leben grundlegend. Der Austausch mit Gleichaltrigen, die diesen Weg bereits gegangen sind, kann in dieser Situation Halt und Orientierung geben, heißt es in der Ankündigung.
Gleichzeitig stärke das Engagement der jungen Transplantierten für ihre Mitmenschen und für das Thema Organspende ihre persönliche und soziale Entwicklung.
Die Ausstellung ist eingebettet in die vom Arbeitskreis Kunst im Dreiland-Klinikum (AKD) begleiteten Maßnahmen der Kliniken des Landkreises Lörrach. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung werden die Kliniken bewusst auch als Orte der Begegnung mit Kunst im öffentlichen Raum weiterentwickelt – Räume, in denen Ethik, Kultur und Spiritualität erlebbar werden. Kunst sei dabei mehr als Ausstattung: Sie könne Orientierung geben, emotionale Zugänge eröffnen, sinnstiftende Impulse vermitteln und als Kraftquelle im Klinikalltag wirken – für Patienten ebenso wie für Angehörige, Mitarbeiter und Besuchende, heißt es.
Die Ausstellung „Meine Geschichte – Der Organspende ein Gesicht geben“ ist vom 11. Februar bis 6. März in den Foyers des Kreiskrankenhauses Lörrach sowie des St. Elisabethen-Krankenhauses zu sehen.