Beim Parkrun im Dreiländergarten in Weil am Rhein geht es um die Gemeinschaft von Leuten, die gern laufen – inzwischen zum 200. Mal
Der Parkrun ist mehr als ein Lauftreff: es ist eine Initiative, die länderübergreifend Leute zum Mitmachen einlädt, dem Slogan „Kostenlos. Für alle. Für immer“. Auch Weil am Rhein hat einen Parkrun, der am 6. Dezember zum 200. Mal die Läufer über die fünf Kilometer lange Strecke im Dreiländergarten führt. Start ist am Samstag um 9 Uhr, wie immer und fast überall auf der Welt – außer in Australien und Südafrika. Dort startet der Parkrun hitzebedingt bereits um 8 Uhr.
Das Wetter redet mit
Initiator Mike Lau hofft, dass dann auch 200 Teilnehmer mitmachen, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Er weiß aber auch, dass das Wetter bei den Zahlen ein Wörtchen mitzureden hat. Und bei den prognostizierten kühlen Temperaturen von um die fünf Grad Celsius zieht es nicht alle Läufer auf die Strecke.
In Weil am Rhein hat sich der Parkrun vor etwa vier Jahren aus einem losen Lauftreff entwickelt und ging am 21. September 2021 an den Start. Die Idee hatte Lau aus London mitgebracht, wo er aus beruflichen Gründen einige Zeit gelebt hat. Die Hauptstadt Großbritanniens ist zugleich die Wiege des Parkruns, den Paul Sinton-Hewitt Anfang Oktober 2004 im Bushy Park im Süden Londons ins Leben gerufen hatte. Ursprünglich ein Zeitmesslauf, entwickelte er sich zu einem Netzwerk von Läufen, zunächst in ganz Großbritannien, dann auch in anderen Ländern der Welt.
In England gibt es inzwischen 1000 Parkruns, in Deutschland sind es 67, einer davon ist im Weiler Dreiländergarten. Es ist der einzige Parkrun im Dreiländereck, die Initiatoren um Mike Lau wollen „alle abholen, um eine Gemeinschaft mit Leuten zu bilden, die gern laufen.“
Internationales Netzwerk von Läufen
Um sportlichen Ehrgeiz kann es dabei gehen, muss aber nicht. „Wir haben Sportler dabei, die laufen die Fünf-Kilometer-Strecke in 17 Minuten, aber auch eine 85-Jährige, die das in 50 Minuten geht“, erklärt Lau. Zudem machen beim Parkrun auch Gruppen mit, wie der Basel-Running-Club oder eine Schülergruppe der Black Forest Academy.
Zeit wird gemessen
Zwischen 40 und 50 Teilnehmer kämen regelmäßig. Ein Kernteam aus zehn bis zwölf Leuten sorge dafür, dass sie beim Parkrun begleitet werden. So brauche es etwa sechs Helfer an den Samstagen: eine Schlussbegleitung schaue, dass niemand zurück bleibe, zudem gelte es, die Zeit zu messen und dazu im Vorfeld die Barcodes an die Teilnehmer auszugegeben.
Kein Wetteifern um Schnelligkeit
„Ein Wettrennen soll es trotzdem nicht sein“, sagt Lau und bestätigt, dass dies auch gelinge. So soll es auch beim 200. Parkrun kein Wetteifern um Schnelligkeit sein, wenn hoffentlich 200 Teilnehmer durch den Dreiländergarten laufen.
200. Parkrun: Am Samstag, 6. Dezember, 9 Uhr, im Dreiländergarten-Park (Baslerstraße 45) in Weil am Rhein, zwischen Impulsiv-Parkplatz und Sportplatz am Laguna-Bad. Weitere Infos auf der Webseite des Parkruns Dreiländergarten