Tanzlehrer und Exweltmeister Hardy Hermann freut sich schon jetzt auf die Gartenschau. Foto: Hannes Kuhnert

Tanzlehrer und Exweltmeister Hardy Hermann macht als Botschafter Lust auf die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn.

Das Gesicht der Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn 2025 ist nicht das Gesicht eines weißbärtigen Gärtnermeisters mit Strohhut, auch nicht das lächelnde Antlitz einer rotwangigen, blondgezopften Blümchenfrau im Dirndl. Es ist das Gesicht eines Tänzers. Das Gesicht von Hardy Hermann, Tanzlehrer in Freudenstadt.

 

Er ist einer der Botschafter für die Gartenschau im „Tal X“. Hardy Hermann (62) versprüht auf einem Plakat mit einladendem Lächeln Freude, Spannung, Begeisterung, Tatendrang und Mut. Und das ist nicht gespielt.

Zwar hatte er, als ihm die Botschafter-Rolle angetragen wurde, zunächst nur milde gelächelt, inzwischen aber brennt er voller Empathie für das Gemeinschaftsunternehmen, legt sich richtig ins Zeug.

Schon jetzt vom Erfolg überzeugt

Hardy Hermann: „Die Gartenschau als ‚Tal X‘ ist ein Hammerprojekt. Da wächst etwas über acht Kilometer, da sieht man täglich Fortschritte auf den Baustellen. Das wird ein Riesenerfolg. Nicht nur für die 143 Tage Gartenschau, sondern darüber hinaus, auch für unsere Kinder und Enkel.“ Der Tanzlehrer will nicht nur mit seinem Portrait botschaften.

Er bringt sich, engagiert und ansteckend begeistert, mit seiner Erfahrung aus dem Organisieren von Großveranstaltungen ein, mit Ideen und mit seiner Popularität. Hermann: „Ich will Multiplikator sein.“ Als Botschafter kann er erklären, dass es bei dieser Gartenschau auch darum geht, den ländlichen Raum und den Schwarzwald attraktiver zu machen.

Längst ist Hermann ein Sprachrohr der „Freunde der Gartenschau“ geworden, geht mit Vorträgen in Vereine, übernimmt Führungen zu Fuß oder mit dem Rad zu den Baustellen des Gemeinschaftsprojekts zweier Gemeinden. Dabei erlebt er, wie diese Schau Bürger aus Baiersbronn und Freudenstadt im gemeinsamen Schaffen zusammenschweißt. Und er spürt die Veränderung an sich selbst. „Jetzt kann es vorkommen, dass ich mich ins Zügle setze und nach Baiersbronn fahre, nur um auf dem Rosenplatz einen Kaffee oder ein Bier zu trinken.“

Reichlich Möglichkeiten zu „multiplizieren“

Sein Beruf gibt ihm reichlich Möglichkeiten, für die Gartenschau zu „multiplizieren“. In dem von ihm und seiner Frau Claudia geleiteten Tanzzentrum üben sich wöchentlich an die 600 Kinder im Hip Hop, was jährlich zu neuen Deutscher-Meister-Titeln führt. Es werden Kurse gegeben, Paare gefördert und Senioren bewegt. Zurzeit arbeitet sich Tochter Marcia, ausgebildete Tanzlehrerin, in die Übernahme des Zentrums ein.

Das bedeutet nun nicht, dass sich Claudia und Hardy Hermann schon auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen. Obschon sie eine Menge davon hätten. Sie sind das erfolgreichste Paar unter den Profis im Rock’n‘Roll, haben in den 80ern und 90ern alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, einschließlich Weltmeisterschaft und Welt-Cup.

Sport spielt für Hardy Hermann nach wie vor eine große Rolle: Der 1,93 Meter große Mann schwingt seine 90 Kilo fünfmal die Woche aufs Mountainbike, auf dem er durch den Schwarzwald pflügt und das er schon auf der berüchtigten Heckmaier-Route quer über die Alpen gestrampelt (Hermann lächelnd: „eigentlich mehr getragen“) hat.

Vorfreude auf die Gartenschau ist groß

Jetzt kann es das Paar kaum mehr erwarten, zur Gartenschau 2025 mit den Enkeln ins Christophstal auf die Riesenrutsche zu gehen, möglichst viele der über 1100 Veranstaltungen beim „Xentrum“ in Friedrichstal oder auf den Schelklewiesen zu besuchen und die Euphorie zu spüren, die das große Ereignis auszulösen verspricht.