Der Schützenverein Iselshausen feiert dieses Jahr 100-jähriges Bestehen. Beim Festakt wurde die Jubiläums-Festschrift vorgestellt.
Nach dem Kreisschützentag stand der offizielle Festakt in der Iselshauser Gemeindehalle auf dem Programm. Musikalisch umrahmt vom örtlichen Musikverein Lyra unter der Leitung von Dominik Schmitt und moderiert vom stellvertretenden Vorsitzenden Marco Ludwig wurde der nicht alltägliche Vereinsgeburtstag gefeiert.
Wie Oberschützenmeister Edmund Gutekunst betonte, sei man stolz und dankbar, dass der Schützenverein seit 100 Jahren besteht. Als besonderes Bonbon für den Jubiläumsverein bezeichnete er die Ausrichtung des Kreisschützentages mit seinen 61 Vereinen in Iselshausen. „Das war eine tolle Anerkennung für unseren Schützenverein“, erklärte Edmund Gutekunst.
Mit Blick auf die an diesem Tag immer wieder gelobte Jugendarbeit der Iselshauser Sportschützen bescheinigte Ortsvorsteher Bruno Graf dem Jubilar auch nach 100 Jahren noch eine „erfrischende Lebendigkeit“.
Das Jubiläum bilde zugleich einen Meilenstein in der bewegten Vereinsgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Als Erfolgsrezept bezeichnete Bruno Graf die stete Bereitschaft, „immer an einem Strang zu ziehen“. So sei Beachtliches erreicht worden und der Schützenverein „ist auch im sportlichen Bereich erfolgreich unterwegs“, erklärte der Ortsvorsteher. Vor diesem Hintergrund erhielten die Iselshauser Schützen vom Ortschaftsrat ein weiteres Lichtgewehr für die erfolgreiche Jugendarbeit.
Tradition und Ehrenamt bilden das Rückgrat
Wie der CDU-Staatssekretär und Landtagsabgeordnete Thomas Blenke in seiner Festansprache unterstrich, „sind die Schützen eine Bürgerbewegung im Ehrenamtsland Baden-Württemberg“. 1925 hätten Menschen mit Leidenschaft für das Schützenwesen, Heimat und Tradition den Verein aus der Taufe gehoben. Und auch heute würden Tradition und Ehrenamt das Rückgrat des Schützenvereins Iselshausen bilden. Überhaupt wäre das Leben im Land ohne Vereine ärmer – der Schützenverein wirke mit seinen Aktivitäten in der Dorfgemeinschaft über den Schießsport hinaus.
Vor allem die Jugendarbeit im Iselshauser Schützenverein sei „etwas ganz Besonderes“, denn da würden Jugendliche zu Verantwortung erzogen und „wachsen an ihren sportlichen Erfolgen“, so Thomas Blenke. Mit Blick auf das prämierte Graffiti-Projekt am Schützenhaus machte der Staatssekretär deutlich, dass „sich Tradition und Moderne hier nicht ausschließen“.
„Aushängeschild unserer Stadt“
Als „Aushängeschild unserer Stadt im Schießsport“, bezeichnete Bürgermeister Hagen Breitling den Schützenverein Iselshausen. Zudem sei es den Verantwortlichen im Verein immer wieder gelungen, mit der Zeit zu gehen und Jugendliche nicht nur für den Schießsport zu begeistern, sondern die Nachwuchstalente auch zu Erfolgen zu führen. Und so überreichte er einen finanziellen Beitrag zur Nachwuchsarbeit.
Von einer „beeindruckenden Vereinsgeschichte“ sprach Sportkreispräsident Matthias Leyn. Vor allem das ehrenamtliche Engagement im Schützenverein sei vorbildlich, und so sei der Verein auch gut durch die Coronakrise gesteuert worden. Matthias Leyn überreichte eine Ehrendurkunde samt Scheck des Württembergischen Landessportbundes.
Thomas Baitinger stellte die Festschrift vor und wies darauf hin, dass er ausgiebig im städtischen Archiv recherchiert und viel Material gefunden hatte. So beispielsweise den Umstand, dass der Schießbetrieb in den 20er Jahren noch hinter dem Bahndamm in den „Taläckern“ im Bereich der heutigen Bahnunterführung in Richtung Mötzingen stattgefunden hatte. Was viele Mitglieder gar nicht mehr wussten, war das Verbot des Schießbetriebes nach dem Zweiten Weltkrieg. Erst 1953 konnte die Vereinsarbeit wieder aufgenommen werden
Großmann überreicht Jubiläums-Ehrenscheibe
Kreisoberschützenmeister Edmund Großmann hatte noch einige Ehrungen im Tornister. Mit dem Attribut „wertvolle Unterstützung“ wurden Claudia Schatz, Daniela Blaich, Sabrina Gutekunst, Tina Miller, Sandra Braun, Gabi Gutekunst, Christine Bochmann, Heidi Tietze, Felix Hammann, Achim Hinz, Markus Gutekunst, Heike Kalmbach, Jürgen Hammann und Wolfgang Theiss ausgezeichnet.
Die Ehrennadel des Landesverbandspräsidenten für über 30-jährigen aktiven Schießsport überreichte Edmund Großmann an Roland Rauser. Als erfolgreichster Jungschütze des Schützenvereins erhielt Julian Besch statt Urkunde einen Mediamarkt-Gutschein.
Bei dieser Gelegenheit sprach der Kreisoberschützenmeister von einer „rührigen und einsatzfreudigen Vereinsfamilie“ im Schützenverein und überreichte im Namen des Landesverbandes eine Jubiläums-Ehrenscheibe.