Trotz dem wechselhaften Wetter wurde bei der traditionellen Hockete des Bietenhausener Musikvereins (MVB) am Wochenende einiges geboten: So traten auf dem Pfarrgarten-Gelände nicht nur viele Kapellen auf, sondern es gab auch eine breite Speisekarte.
Die Wolken am Himmel waren grau und es tröpfelte immer wieder, doch rings um das große Festzelt des Musikvereins zeigte sich, dass sich die Bietenhausener auch am Wahlsonntag die Feierlaune nicht nehmen ließen: Die Bierbänke waren gut gefüllt und die Musikvereinsmitglieder und Helfer hatten alle Hände voll damit zu tun, tablettweise Schnitzel mit Pommes und Salat an die Tische zu bringen. Und kaum hatte am frühen Nachmittag die Theke mit Kaffee und Kuchen eröffnet, bildete sich vor dieser bereits eine längere Schlange.
„Wir sind zufrieden“, erklärte Philipp Beuter neben dem Weizenstand: Der Vorsitzende des Bietenhausener Musikvereins (MVB), der wider dem grauen Himmel einen sommerlichen Strohhut trug, freute sich darüber, dass das Wetter durchaus annehmbar sei: statt befürchteten Gewittern sei es weder zu warm noch zu kalt.
2023 war das Team aus Helfern am Limit
Gut gelaunt zeigte sich der Vorsitzende auch, was die Besucherzahlen beim Vereinsfest betraf: „Es ist eine normale Hockete“. Zwar sei der Andrang nicht mit der vom letzten Jahr vergleichbar – einen Ansturm wie damals habe es in der Geschichte des Pfarrgartenhocks vorher nie gegeben – aber er sei vergleichbar mit dem Niveau der Jahre vor der Corona-Pandemie. Beuter erklärte, dass er auch ganz froh sei, dass der Andrang nicht so enorm sei wie bei der Hockete 2023: Er und das restliche Hockete-Team wären durch die ganze Arbeit damals wirklich am Anschlag gewesen. Sich kurz am Weizenstand ein Bier zu gönnen und ein Interview zu führen wäre damals kaum möglich gewesen, fügt der Vorsitzende lachend hinzu.
Auch wenn der ganz große Ansturm ausgeblieben ist, hatte das Hockete-Team im Festzelt einiges zu schaffen: Wahrend die Kellner sich um die Bestellungen kümmerten und Essen und Getränke an die Hockete-Besucher brachten, bereitete das Küchenteam nicht nur Pommes, Salate, Rote Wurst und Chicken Nuggets zu, sondern auch große Mengen an panierten Schnitzeln, die an fast allen Tischen nachgefragt waren. Und obwohl es am Kuchenstand nur Selbstbedienung gab, hatten die Helfer dort trotzdem einiges zu tun: Wo am Samstag noch die Theke für die Barzelt-Sommer-Party stand, kamen am Sonntag viele Besucher vorbei, um sich mit Schwarzwälder Kirsch und Mangotorte einzudecken.
Fünf Kapellen sorgten im Zelt für Stimmung
Ebenfalls an beiden Tagen mit dabei waren viele Musiker, die auf der Bühne des Festzelts spielten: Neben der Jugendkapelle Rangendingen-Bietenhausen-Hofendorf sorgten so auch die befreundeten Musikvereine aus Börstingen, Bieringen, Ahldorf sowie die Musikkapelle Höfendorf für Musikuntermalung beim Pfarrgartenhock, der für den MV Bietenhausen eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Vereinskasse darstellt. Neben den Mitgliedern des MVB waren auch weitere freiwillige Helfer im Einsatz. „In so einem Dorf hilft jeder jedem“, erklärte ein passives Mitglied des Bietenhausener MV, das sich um den Ausschank kümmerte: Auch mehrere Mitglieder des Schützenvereins seien bei der Hockete vor Ort und würden mithelfen, freute er sich über die Unterstützung.