Das Zunftabendteam freut sich auf gutgelauntes Publikum (von links unten nach rechts oben): Norman Meier, Christina Hering, Andreas Kühn, Michaela Reiss, Philipp Buser, Britta Klettke, Hans-Werner Schuldt, dahinter von links: Rolf Hauser, Stephan Ziegler, Nico Vogt, Ozume Andreas Glattacker, Lukas Grussenmeyer, Philipp Reiss und Manfred Stratz Foto: Anita Indri-Werner

Die Lörracher Zunftabendspieler und ihre zahlreichen Helfer stehen in den Startlöchern. Premiere ist am 4. Februar.

„Es ist uns eine Freude, wenn wir den Leuten eine Freude machen können“, sagte Oberzunftmeister Andreas Glattacker, das sei den Aufwand wert. Und tatsächlich, der Aufwand, bis die neuen Zunftabende stehen, ist beachtlich.

 

Die Arbeit hat bereits im Spätsommer begonnen

Im September haben die Akteure mit dem Schreiben für die einzelnen „Programmnümmmerli“ begonnen. Im Team wird die jeweilige Nummer erarbeitet. Zuhause wird der Text danach noch einmal genau angesehen. Dann folgen ab Ende November die Proben. Zwei Male, jeweils am Dienstag und Donnerstag, treffen sich die Akteure im Gemeindesaal der Friedenskirche. Gemeinsam mit Rolf Hauser und Manfred Stratz wird der musikalische und gesangliche Teil der Darbietungen geprobt. Selbstredend wird jede Textzeile auswendig gelernt. Das fällt dem einen oder anderen gar nicht so leicht. Dass hier auch mal Fehler passieren, das komme schon vor, stellt Glattacker fest. Trotzdem, das Publikum nehme so etwas nicht übel. Immerhin, in sieben Nummern sind die sieben Bühnenspieler in 29 verschiedenen Rollen zu erleben. Das bedeutet, das Schminkteam hinter den Kulissen hat alle Hände voll zu tun. Schminken, Perücken wechseln, Kleider herrichten.

Breitgefächertes Themenfeld

Die Themen der Auftritte sind breit gestreut. Da geht es um die Kommunalpolitik, die Weltpolitik, gesellschaftspolitische und allgemeingesellschaftliche Aspekte. Dazu kommen drei musikalische Nummern. „D’Nightshadows“, das sind Rolf Hauser und Manfred Stratz, tragen an allen Zunftabenden zur heiteren Stimmung in der Alten Halle in Haagen bei. Auf die Frage, warum keine Frauen unter den Bühnenspielern sind, entgegnete der Oberzunftmeister „Never say no“ („Sag niemals nie“). Wenn es passe, seien alle offen für weiblichen Neuzugang. Allerdings, ein Mann in einer Frauenrolle, das sei schon besonders witzig.

Es gibt nur noch wenige Restkarten

Philipp Buser, dem solche Rollen auf den Leib geschrieben sind, muss immer wieder als „weiblicher Akteur“ herhalten. Aber neben den Bühnenspielern sind noch ganz viele andere Bereiche wichtig. Technik, Kostüme, Bühnenbild, Homepage, Kartenverkauf Programmheft, auch hier ist viel Arbeit gefordert, bis alles läuft. Alles muss funktionieren, aufeinander abgestimmt sein, damit die Zuschauer einen vergnüglichen Zunftabend erleben können. Am Samstag, 17. Januar, von 11 bis 14 Uhr findet die Kartenabholung im Dreiländermuseum Lörrach statt. Der Kartenpreis beträgt 24 Euro. Die Karten können auch online unter www.narrenzunft-1936-loerrach.de erworben werden. Glattacker ist zuversichtlich, dass auch die letzten Karten noch verkauft und alle 168 Plätze pro Abend besetzt sein werden. Für die Senioren findet traditionell am 8. Februar ein besonderer Nachmittag statt. Hier können Karten beim Freundeskreis und der Gilde erworben werden.

Neun Zunftabende

Am Rosenmontag wird der „Drochehüüler 2026“ im Rahmen der Rotsuppe im Dreiländermuseum Lörrach ernannt.

Die Zunftabende finden jeweils am 4., 5., 6. und 7. Februar und in der zweiten Woche am 10., 11., 12., 13. sowie am 14. Februar in der Alten Halle in Haagen statt.